Dimensionsstabilität

»Dimensionsstabilität« ist ein Fachbegriff aus dem gewerbespezifischen Sprachschatz dspr. Papierhersteller, dem polygrafischen Gewerbe (Druckwesen) und der Druckweiterverarbeitung (z.B. Buchbinderische Verarbeitung) für die Qualitätseigenschaft eines grafischen Papiers (z.B. Bogenoffsetpapier) bzgl. der Feuchtigkeitseinwirkung beim Auflagendruck.

Eine hohe Dimensionsstabilität ist insbesondere im Mehrfarbdruck (z.B. CMYK-Offset-Vierfarbdruck) 1)  wichtig, um mögliche Passerdifferenzen, die durch Luftfeuchtigkeit entstehen können, zu minimieren.

Grafische Papiere mit guten Dehnungseigenschaften optimieren – insbesondere bei großen Druckformaten im Bogenoffset – die Qualität der Passer (Passergenauigkeit) bzw. die Passerdifferenzen durch Luftfeuchtigkeit.

Eine gute Dimensionsstabilität eines Papiers erleichtert auch in der Druckvorstufe die Druckplattenherstellung, während des Auflagedrucks u.a. die Kontrolle der Druckmaschineneinstellungen und im Anschluss die buchbinderische Weiterverarbeitung. 2)

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

Quellen / Literatur / Anmerkungen / Tipps:
Quellen / Literatur / Anmerkungen / Tipps:
1 Anmerkung: Die Abk. CMYK bedeutet Cyan, Magenta, Yellow und Key für den Schwarzanteil.
2 Literaturempfehlung: Niedernhuber, Milena: Untersuchung der Dimensionsstabilität von Papier im Bogenoffsetdruck mit Fokus auf die Wasseraufnahme, Hrsg. Samuel Schabel, Verlag Darmstadt, Technische Universität, Fachgebiet Papierfabrikation und Mechanische Verfahrenstechnik PMV, 2009, ISBN 10: 3832280022 und ISBN 13: 9783832280024.