Außensteg

Typografischer Terminus aus der Buchgestaltung für den äußeren, also den linken Außenrand der Versoseite bzw. den rechten Außenrand der Rectoseite eines Buches oder einer buchähnlichen Produktion; unbedruckter Raum zwischen Kolumne bzw. Satzspiegel und dem äußeren Beschnitt (Papierrand). Auch als Seitensteg bezeichnet. Außenstege werden im Buchsatzspiegel bzw. Gestaltungsraster dokumentiert. 1 )

Zu den Stegen eines Buches zählen die Kopfstege, Bundstege, Fußstege und Außenstege. Das Proportionieren der Buchstege gehört in das Segment der Makrotypografie2 ) Detaillierte Informationen siehe Buchsatzspiegel.

Ein Satzspiegel beschreibt den zu bedruckenden Teil einer Buchdoppelseite. Zu der unbedruckten Fläche zählen die Kopfstege, Fußstege, Bundstege, und Außenstege. Infografik: www.typolexikon.de
Ein Satzspiegel beschreibt den zu bedruckenden Teil einer Buchdoppelseite. Zu der unbedruckten Fläche zählen die Kopfstege, Fußstege, Bundstege und Außenstege.

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps:   [ + ]

1.Tipp: Der Außensteg sollte immer etwas breiter sein als der Bundsteg, da beim geöffneten Buch der Bundsteg optisch gespiegelt und somit verdoppelt wird. Des Weiteren benötigen die Finger beim Halten und Umblättern eines Handbuches, z.B. einem Roman, genügend Platz, um nicht beim Lesen den Satzspiegel zu verdecken.
2.Anmerkung: Streng genommen beschreibt die Bezeichnung »Buchsatzspiegel« das gesamte schematische Ordnungssystem einer Doppelseite, also die unbedruckten und bedruckten Flächen, der Begriff »Satzspiegel« hingegen nur die gedruckte Kolumne, also die bedruckte Fläche.