Fibonacci, Leonardo

Italienischer Mathematiker aus Pisa, ehem. Großherzogtum Toskana, Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation (962–1806), heute Italien. Geboren um 1170 in Pisa. Gestorben um 1240 in Pisa. In der Literatur wird Fibonacci wird auch als »Leonardo da Pisa« bezeichnet.

Autor des 1202 erschienenen Traktats »Liber Abaci«, der auf 459 Seiten die Arithmetik und Algebra der indo-arabischen Rechenkunst systematisch darstellte. Durch diese Publikation  wurden im 13. Jahrhundert die Arabischen Ziffern im westlichen Europa allgemein bekannt, welche sukzessive die Römischen Zahlen in der Typografie ablösten.

In der Buchtypografie werden neben anderen Zahlenreihen gerne Fibonacci-Zahlen (0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, 377, 610 …) als mathematisches Teilungsverhältnis zur Konstruktion von Buchsatzspiegel verwendet. Details zu Gestaltungsrastern nach der Fibonacci-Reihe siehe Goldener Schnitt.

Aus den Fibonacci-Zahlen 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, 377, 610 (...) kann beispielsweise ein Seitenformat im Goldenen Schnitt (1:1,618) bestehend aus 21 x 34 Quadraten und ein Satzspiegel mit einem Bundsteg von 3 Quadraten, einem Kopf- und Seitensteg aus 5 Quadraten und einer Kolumne aus 13 x 21 Quadraten abgeleitet werden.
Aus den Fibonacci-Zahlen 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, 377, 610 (…) kann beispielsweise ein Seitenformat im Goldenen Schnitt (1:1,618) bestehend aus 21 x 34 Quadraten und ein Satzspiegel mit einem Bundsteg von 3 Quadraten, einem Kopf- und Seitensteg aus 5 Quadraten und einer Kolumne aus 13 x 21 Quadraten abgeleitet werden.

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© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de