Layout

Der Terminus »Layout« wird im Kommunikationsdesign und im grafischen Gewerbe für den grafischen Entwurf eines visuellen Kommunikationsmediums, beispielsweise eines Prospekts, einer Anzeige oder einer Website, verwendet; Visualisierung eines Gedankens im Sinne eines grafischen Entwurfs; skizzenhafte Darstellung einer Idee; grafische Anordnung einzelner Text- und Bildelemente. Der Begriff »Layout« wird in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. 

Die Rohfassung eines grafischen Entwurfs wird als Grob- oder Rohlayout bezeichnet. Diese »Scribbles« (eng. für »kritzeln«) dienen dazu, sich selbst und anderen einen grafischen Entwurf verständlich vor Augen zu führen. Foto: Pixabay GmbH, München.
Die Rohfassung eines grafischen Entwurfs wird als Grob- oder Rohlayout bezeichnet. Diese »Scribbles« (eng. für »kritzeln«) dienen dazu, sich selbst und anderen einen grafischen Entwurf verständlich vor Augen zu führen. Foto: Pixabay GmbH, München.

Etymologisch von englisch »Layout« für »Entwurf, Plan, Anordnung, Anlage« bzw. im US-Verlagswesen für »Aufmachung einer Zeitung«. In Deutschland wurde dieser Begriff erstmals in den 1950er Jahren von Werbeagenturen und den ersten »Grafikdesignern« für den »Aufriss eines Werbemittels«, also eine erste Visualisierung einer Idee für eine Anzeige bzw. für einen ersten werbegrafischen Entwurf verwendet und in die gängige gewerbespezifische Fachsprache übernommen. Dieser Anglizismus ersetzte weitgehend den in der deutschsprachigen Werbegrafik üblichen Begriff »Aufriss« bzw. den in der Typografie verwendeten Begriff »Faksimile«.

Im grafischen Sinne werden drei Varianten von Layouts unterschieden:

  • Grob- oder Rohlayout
    Rohfassung eines grafischen Entwurfs, um diesen sich selbst und anderen verständlich vor Augen zu führen. Ein Grob- bzw. Rohlayout besteht in der Regel aus groben händischen »Scribbles« (englisch »scribble« für »kritzeln« ) bzw. computergenerierten Faksimiles. 1) 2) In den USA als »Rough Layout« bezeichnet.
  • Zwischenlayout
    Einzelne Bild- und Textelemente eines Rohlayouts werden konkretisiert und ausgearbeitet. Die Makrotypografie erfolgt im Rahmen eines Zwischenlayouts.

  • Feinlayout
    Alle Text- und Bildelemente eines Zwischenlayouts werden »gefinisht«, um diese dann in produktionsfähige Vorlagen bzw. publikationsfähige Templates umsetzen zu können. Die Mikrotypografie erfolgt im Rahmen eines Feinlayouts.
     

Grob- oder Rohlayout werden in der Regel »gescribbelt«, ein Zwischen- und Feinlayout mehrheitlich mit DTP-, Grafik- oder Zeichenprogrammen hergestellt.

In Verlagen, Druckereien, Schriftsetzereien, Corporate Publishing Unternehmen, Kommunikations- und Werbeagenturen sowie bei Softwareanbietern wird ein auf Layouts spezialisierter Schriftsetzer*in, Mediengestalter*in, Grafik- oder Kommunikationsdesigner*in auch als »Layouter*in« bezeichnet.

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps:   [ + ]

1.Tipp: Grundsätzlich sind Scribbles dem sogenannten »Blindmaterial« (z.B. Stockfotos, Kopien aus Magazinen etc.) vorzuziehen, da sie nur selten eine eigenständige Idee skizzieren und visuell transportieren können, auch wenn Scribbles für Laien oft unkonkret und in der Präsentationsphase nicht so »sauber« wirken mögen. Das Problem bei Blindmaterial ist, dass keine neuen Ideen entstehen und im Endeffekt alles gleich aussieht.
2.Tipp: »Blindtexte« sind ausschließlich für Rohlayouts geeignet. In Zwischenlayouts wird makrotypografisch und in Feinlayouts mikrotypografisch gearbeitet.