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Das Fachlexikon zur Typografie



Auswahl

Der französische Typograf Firmin Ambroise Didot (1764–1836). Abbildung: Kolorierte Heliographie von Dujardin, Paris, 1823. Gedruckt von Ancienne Quantin, Paris.
Typograf:in

Typograf:in ist eine periphere Bezeichnung für eine Person, die sich professionell mit der theoretischen oder angewandten Typografie handwerklich, gestalterisch, technisch oder philologisch beschäftigt.

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Die ersten Schriftstile der serifenlosen Syntax von Hans Eduard Meier (1922–2014) erschienen 1968 als Bleisatzschrift bei der D. Stempel AG in Frankfurt a.M. Bis zum Jahre 2000 wurde sie als Schriftsippe »Linotype Syntax« mit nahezu hundert Schriftschnitten ausgebaut.
Meier, Hans Eduard

Biografie über Hans Eduard Meier, Schriftgestalter, Typograf und Grafikdesigner. Schweiz, 1922– 2014. Schöpfer der Schrift »Syntax«.

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Die präviktorianische »Times« bzw. die »Times New Roman« der englischen Typografen Stanley Morison (1889–1967) und Victor Lardent (1905–1968) zählen zu den prominentesten Vertretern der Vorklassizistischen Antiqua. Aufgrund ihrer optimalen Lesbarkeit wird diese Schriftart gerne als Zeitungsschrift verwendet.
Vorklassizistische Antiqua

Eine Vorklassizistische Antiqua ist eine Schriftart, die zur Schriftgattung der Antiqua-Schriften gehört; rundbogige Druckschrift römischen Ursprungs mit Serifen. Barock Antiqua; Übergangsantiqua; Halbmediäval.

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Alle physisch verfügbaren Schriftgrade eines Schriftschnitts, beispielsweise die unterschiedlichen Schriftgrade einer »Bodoni Buch«, wurden als eine »Garnitur« bezeichnet. Eine vollständige Schriftgarnitur für den Werksatz umfasste in der Regel die Mittel Nonpareille bis 4 Cicero, also 6 bis 48 Didot-Punkte.
Schriftgarnitur

Alle physisch verfügbaren Schriftgrade eines Schriftschnitts werden als eine »Garnitur« bezeichnet. Eine vollständige Schriftgarnitur für den materiellen Werksatz umfasst in der Regel die Mittel Nonpareille bis 4 Cicero, also 6 bis 48 Didot-Punkte.

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Runde, eckige und geschweifte (Akkolade) Parenthesen. Beispiel gesetzt in der Französischen Renaissance-Antiqua »Minion« von Robert Slimbach. Infografik: www.typolexikon.de
Parenthese

Eine Parenthese ist ein Interpunktionszeichen; rundes, eckiges oder geschweiftes Klammerzeichen; Parenthesestrich.

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Giambattista Bodoni (Parma, Italien, 1740–1813), der »Fürst der Typografen« (»principe dei tipografi«). Portrait von Andrea Appiani (Mailand, Italien, 1754–1817) aus dem Jahre 1799. Galerie: Galleria Nazionale, Parma, Italien.
Bodoni, Giambattista

Biografie über Giambattista Bodoni (Italien, 1740–1813), Typograf, Graveur, Buchdrucker und Verleger. »Fürst der Typografen« und »Drucker der Könige«.

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Die »Auslassungspunkte« sind ein Interpunktionszeichen. Der Stand des orthographischen Satzzeichens ist anhand der vier Hauptschriftlinien und der hp-Vertikalhöhe skizziert, wobei es von Schrift zu Schrift zu Abweichungen kommt. Beispiel gesetzt in der »Microsoft Sans Serif«, einer Systemschrift von Microsoft®.
Auslassungspunkte

Definition, orthographische Regeln und Beispiele von Auslassungspunkten (…) mit und ohne Klammern für den deutschsprachigen Schriftsatz; Dreipunkt.

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Das Deleaturzeichen (Tilgungszeichen) ist eine kalligrafische Abbreviatur, explizit ein Abkürzungszeichen, dass sich aus der Minuskel »d« der deutschen Kurrentschrift (Schreibschrift) entwickelt hat und das lat. Wort »deleatur« (das ist zu tilgen) abkürzt. Das Deleaturzeichen zählt zu den Korrekturzeichen.
Abbreviatur

Eine Abbreviatur ist in der Paläografie, Diplomatik und Typografie eine grafische Abkürzung von Silben oder ganzen Wörtern; Abkürzungszeichen.

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Vergleich einer Textschrift mit einem »Designer Font«. Oben die »Minion Pro« regular von Robert Slimbach (*1956) aus der Linotype® Schriftbibliothek, die sich an Jahrhundert alter Typometrie im Sinne bestmöglicher Lesbarkeit orientiert. Gleichartigkeit ist hier kein Manko, sie liegt in der Natur einer Textschrift. Unten: Die »Nueva« regular, einer Schrift mit kalligrafischer Anmutung von Carol Twombly (*1959) aus dem Jahr 1994 von Adobe®. Eine Schrift mit individueller Anmutung, die jedoch für den Werksatz (Mengenschriftsatz) ungeeignet erscheint.
Designer Fonts

Schriften, deren Typometrie sich an einer individuellen Formgebung orientiert und nicht an der Lesbarkeit einer Text- bzw. Werksatzschrift.

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Konstruktionsprinzip des Villardschen Teilungskanons für einen Buchsatzspiegel. Infografik 4: Die Schnittpunkte auf Recto und Verso ergeben bereits einen klassischen Buchsatzspiegel mit Außen-, Kopf-, Fuß- und Bundstegen.
Villardscher Teilungskanon

Auch als Villardscher Buchkanon oder Villard´sche Figur bezeichnet. Konstruktionsprinzip für einen Buchsatzspiegel bzw. Gestaltungsraster nach Villard de Honnecourt.

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Mit der Einführung der Englischen Typografie (Antiqua-Schriften) in den 1940er Jahren in Deutschland und Österreich gilt im Blocksatz bei Lesegrößen als Standardmaß für einen Wortzwischenraum »ein Drittel des Schriftgrads« oder die »offene Punze der Minuskel ›n‹«, unabhängig davon, ob es sich dabei um eine Schrift mit oder ohne Serifen handelt.
Wortzwischenraum

Ein Wortabstand ist der nichtgedruckte Teil bzw. Leerraum zwischen zwei Wörtern. Auch als Wortabstand bezeichnet; Ausschluss; word-spacing.

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Plakatschriften sind Schriften, die aus großer Entfernung in überdimensionierten Schriftgraden mehr oder weniger gut lesbar sind. Für den materiellen Schriftsatz mit physischen Drucktypen wurden Plakatschriften primär aus Holz (z.B. aus Buchsbaum-, Ahorn- oder Birnenholz) gefertigt, da große Buchstaben aus Metall (z.B. aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung) in der Herstellung zu teuer und in der Verarbeitung zu unhandlich gewesen wären. Foto: pixaby.com, Hans Braxmeier & Simon Steinberger GbR, gemeinfrei.
Abquetschen

Bezeichnung für die Abnutzung physische Drucktypen aus Metall (z.B. aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung) bei hohen Auflagen.

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