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Das Fachlexikon zur Typografie



Auswahl

Alle Figuren einer dicktenkompatiblen (uniwidth) Schriftsippe in gleicher Schriftbreite (z.B. eng, normal oder weit) und Schriftweite (z.B. Normalschriftweite) verfügen über alle Schriftschnitte hinweg einen einheitlichen, universellen Raum. Beispiel gesetzt in der Arccus von Hans R. Heitmann, Finaltype, 2020.
Dicktenkompatibel

Dspr. Bezeichnung für gleichlautende Figuren einer Schriftsippe, die durch Zeichenabstands-Kerning eine universelle Breite aufweisen; uniwidth (einheitliche Breite).

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Bei einer physischen Drucktype aus Metall (z.B. aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung), Holz (z.B. aus Birnenholz) oder Kunststoff (z.B. aus Kunstharz) entspricht die Dickte der Breite der Stirnseite eines Schriftkegels.
Breitenlauf

Laufweitenangabe einer physischen Druckschrift, beispielsweise aus Metall (z.B. aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung), Holz (z.B. aus Birnenholz) oder Kunststoff (z.B. aus Kunstharz) hinsichtlich der Abstände zwischen den Buchstaben.

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Bei dicktengleichen Schriften (Monospaced Fonts) und Ziffern (Tabellenziffern) sind alle Buchstaben, Zeichen- bzw. Leerraumabstände systematisch vereinheitlicht. Beispiele gesetzt in der Prestige Elite von Clayton Smith für IBM (1953), der Orator von John Schepper für IBM (1962), der Courier von Howard Kettler (1919–1999) für IBM (1955) und der OCR A der US-Regierung (1968).
Dicktengleich

Bezeichnung für Alphabete, Indo-Arabische Ziffern, Satzzeichen, Sonderzeichen und Leerraumzeichen, die durchgängig die gleiche Dickte resp. Zeichenbreite besitzen.

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Vergleich der Majuskeln F aus der Schriftsippe Corporate A-S-E von Kurt Weidemann (1922–2011), die als Hausschrift für die Mercedes-Benz AG entwickelt wurde. Die Buchstaben aller Hauptschriftgruppen wurden aus einem Grundkörper entwickelt. Die Hauptschriftlinien bei Antiqua, Grotesk und Egyptienne stimmen überein.
Schriftsippe

Schriftgroßfamilie; Gruppe zusammengehöriger Schriften, die aus einem Grundkörper entwickelt wurden, jedoch unterschiedliche Klassifikationsmerkmale aufweisen.

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Als Kapitälchen bezeichnet man einen Schriftstil im Dreiliniensystem, dessen Majuskelalphabet aus Großbuchstaben (Majuskeln) von der Grundlinie (Schriftlinie) zur H-Linie (Majuskelhöhe oder Versalhöhe) und dessen Minuskelalphabet aus kleineren Großbuchstaben (Kapitälchen) von der Grundlinie zur x-Linie besteht. Die erste Zeile im Beispiel ist gesetzt in der Mrs Eaves Small Caps von Zuzana Licko, die zweite Zeile in der Meta Plus Book Caps von Erik Spiekermann. Darunter ein Vergleich von echten und falschen Kapitälchen, links gesetzt aus der originalen Mrs Eaves Small Caps und rechts die generierten Form aus der Mrs Eaves Roman. Infografik: www.typolexikon.de
Kapitälchen

Als Kapitälchen wird eine Stilvariante einer Majuskelschrift bezeichnet, dessen Alphabet aus größeren und kleineren Großbuchstaben besteht.

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Mediävalziffern sind indo-arabische Ziffern mit variierenden Ober- und Unterlängen im Vierliniensystem. Beispiel gesetzt in der Französischen Renaissance-Antiqua »Minion« von Robert Slimbach. Infografik: www.typolexikon.de
Mediävalziffern

Typografischer Terminus für Arabische Ziffern mit variierenden Ober- und Unterlängen im Vierliniensystem. Mediävalziffern sind im lateinischen Alphabet die älteste Form der Indo-Arabische Ziffern. Auch als Minuskelziffern, Gemeine Ziffern, Charakterziffern oder Nautische Ziffern bezeichnet.

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Vergleich einer proportionalen Standardziffer mit einer nichtproportionalen Tabellenziffern (rechts). Der gleichmäßige Zeichenabstand von Tabellenziffern erhöht deutlich die Lesbarkeit eines mathematischen Formelsatzes bzw. eines Programmcodes. Ziffern gesetzt aus der »Fira Sans« von Ralph Du Carrois, Anja Meiners, Botio Nikoltchev und Erik Spiekermann.
Tabellenziffern

Tabellenziffern sind nichtproportionale, dicktengleiche Ziffern, die sich speziell für den typografischen Tabellen- und Formelsatz sowie das Coding eignen.

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Vergleich von Majuskelziffern (Versalziffern) im Zweiliniensystem mit Oberlängen und Mittellängen (links) mit Minuskelziffern (Mediävalziffern) im Vierliniensystem mit Oberlängen, Mittellängen und Unterlängen (rechts). Beispiel gesetzt in der »Celeste Regular« und »Celeste Caps« von Christopher Burke.
Majuskelziffern

Typografischer Terminus für Indo-Arabische Ziffern ohne variierende Oberlängen und Unterlängen im Zweiliniensystem.

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Kapitälchenziffern werden im Zweiliniensystem von der Schriftlinie (Grundlinie) bis hin zur x-Linie (x-Höhe) konstruiert. Beispiel: Mrs Eaves Caps von Zuzana Licko, USA 1995.
Kapitälchenziffern

Kapitälchenziffern sind Indo-Arabische Ziffern ohne variierende Ober- und Unterlängen im Zweiliniensystem, von der Grundlinie bis zur x-Linie.

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Vergleich von Indo-Arabischen Ziffern. Von oben: Mediävalziffern (Minuskelziffern) im Vierliniensystem und Versalziffern (Majuskelziffern) im Zweiliniensystem der »Minion Pro«, einer Französischen Renaissance-Antiqua mit Serifen von Robert Slimbach. Darunter die serifenlosen Mediäval- und Versalziffern der »Fira Sans« von Ralph Du Carrois, Anja Meiners, Botio Nikoltchev und Erik Spiekermann.
Arabische Ziffern

Die Arabischen Ziffern 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 0 in Form von Minuskel- und Versalziffern gehören seit der Inkunabelzeit zum typografischen Schriftsatzrepertoire. Mit Beginn des 13. Jahrhunderts lösten sie in Westeuropa die Römischen Zahlen ab und ermöglichten die Weiterentwicklung der höheren Mathematik und der Naturwissenschaften.

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IT
TIFF

TIFF ist eine Abkürzung für Tagged Image File Format, einem Dateiformat zur Speicherung von Bilddaten; Bitmap-Grafikformat.

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Papier
Zuschuss

Zuschuss ist ein Fachausdruck für Druckbögen, die für das Einrichten, den kalkulierten Abgang und die Weiterverarbeitung eines Druckauftrages notwendig sind.

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