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Das Fachlexikon zur Typografie



Auswahl

Ottmar Mergenthaler (1854–1899), Uhrmacher und Erfinder der Zeilensetz- und Gießmaschine »Linotype« (1886) mit seiner Frau Emma Friederika Lachenmayer. Quelle: Ausschnitt aus einem Foto des Archivs der ehemaligen Linotype AG, Eschborn (heute Monotype Imaging Inc., USA).
Linotype

Linotype ist eine Type Library (Schriftenbibliothek) und eine Handelsplattform für Computer Fonts im Internet, die ein Bestandteil der Monotype Imaging Inc. ist. Ehemals war Linotype ein weltbekannter Hersteller von Setzmaschinen und Schriftsatzsystemen sowie einer der führenden Anbieter von Druckschriften.

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In der Typografie werden traditionell alphabetische, numerische und alphanumerische Angaben von Werten, Gewichten, Maßen, Formeln und Kommunikationsadressen, welche in der Regel aus einer Antiqua-Schrift und/oder Arabischen Ziffern bestehen, zur besseren Lesbarkeit gegliedert. Quelle: www.typolexikon.de
Zahlengliederung

Schreibweise und Gliederung von Zahlen, Gewichten, Maßen und Werten, z.B. von Bankverbindungen (IBAN, BIC), Datum, Domain, E-Mail, Längengraden, Breitengraden, Handelsregister HRA und HRB, Postadressen (PLZ, Straßen, Plätze, Hausnummern, Postfach, Packstation), Steuernummern, Temperaturen, Telefonnummer, Telex, Uhrzeit und Währungen.

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Steve Jobs, Mitbegründer von Apple ® Computer, Inc. (Foto: 1984, Bernard Gotfryd, gemeinfrei) und Paul Brainerd, Mitbegründer der Aldus Corporation (Foto: 1986, DGHealy, gemeinfrei) gelten gemeinhin als die Protagonisten des Desktop Publishings (DTP), das ab Mitte der 1980er Jahre weltweit das grafische Gewerbe revolutioniert hat.
Desktop Publishing (DTP)

Desktop Publishing beschreibt ein Verfahren, um mit einem Personalcomputer (PC) und einer DTP-Software eine Publikation oder Druckvorlage herzustellen; Abk. DTP.

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In der Typografie sind »Schreibschriften« (Script Fonts) ein Sammelbegriff für dekorative Druckschriften und Screen Fonts, die in ihrer Formgebung auf einer kalligraphischen Schönschrift oder Handschrift beruhen bzw. um Schriften, die mit der Hand (Handcrafted) gezeichnet und so belassen als TrueType Font digitalisiert wurden. Beispiele von oben: »Avera Sans« (2014) von Tom Chalky, »Reporter« (1938) von Carlos Winkow und »Alivia« (2017) von Kelly Reed.
Schreibschriften

In der Typografie sind Schreibschriften Zierschriften, die in ihrer Formgebung auf kalligrafischen Schönschriften beruhen; eng. Script Fonts.

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Beispiel eines Impressums eines Prospekts des Goethe-Instituts. Das Impressum erstreckt sich über eine Seite, die prominent auf der letzten Seite vor dem hinteren Vorsatz (Fliegendes Blatt) platziert wurde. In diesem Fall hat das Impressum nicht nur die Funktion einer gesetzlichen Herkunftsangabe, sondern auch der einer kulturellen Anspruchshandlung, die die Wertschätzung gegenüber der Personen zum Ausdruck bringt, die direkt (z.B. die Redakteure) und indirekt (z.B. die Schriftgestalter) an der Herstellung mitgewirkt haben. Bildzitat aus »Goethe-Institut Sponsoring«. © Goethe-Institut Zentralverwaltung, München. Grafikdesign: Atelier Beinert, Berlin.
Impressum (Definition)

Ein Impressum ist die Herkunftsangabe bzw. Anbieterkennzeichnung einer Publikation, z.B. bei Büchern, Zeitungen oder Websites.

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Der Nachschnitt der »Clarendon« ist eine Überarbeitung einer Egyptienne (Slab Serif) mit runden Serifenübergängen des englischen Schriftgießers Benjamin Fox (o.A.–1877), die Hermann Eidenbenz 1953 im Auftrag der Haas´schen Schriftgießerei in Frankfurt neu zeichnete. Schriftprobe: Clarendon LT Std Roman von Adobe.
Eidenbenz, Hermann

Biografie über den Grafikdesigner, Fotografen, Typografen, Lehrer und Schriftgestalter Hermann Eidenbenz, Schweiz, 1902–1993.

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In Sortierkästen abgelegtes Blindsatzmaterial, Offizin Haag Drugulin, Dresden, 2013. Foto: Commons Wikimedia, gemeinfrei.
Männchensatz

Männchensatz ist eine Bezeichnung aus dem materiellen Schriftsatz für einen repetitiven Nachsatz bzw. Neusatz eines bereits publizierten Werkes.

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Stehsatz (Bleisatz) einer Empfehlungskarte vor dem Auflagendruck. Die oberen Majuskelzeilen sind im normalen Breitenlauf gesetzt, die untere Zeile wurde gleichmäßig gesperrt und bei manchen Zeichenpaaren mit unterschiedlichen Spatien optisch ausgemittelt. Foto: Wolfgang Beinert, Berlin.
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Gleichmäßiges Ausgleichen von Wortzwischenräumen mit Blindmaterial innerhalb einer festgelegten Satzbreite; Arbeitsprozess im Bleisatz.

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Zeilendurchschuss und Zeilenabstand (ZAB) sind unterschiedliche Parameter. Aufgrund der unterschiedlichen Typometrien von Schriften müssen sie immer – je nach verwendeter Schrift – individuell evaluiert werden. Beispiel gesetzt in der MetaPlus von Erik Spiekermann. Infografik: www.typolexikon.de
Zeilendurchschuss

Distanz zwischen nachfolgenden Zeilen; nichtgedruckter Zwischenraum zwischen zwei Zeilen. Abk. Durchschuss; alte Schreibweise Durchschuß.

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Herausgeber und Autor des Typolexikons ist der Grafikdesigner Wolfgang Beinert. Er lebt, lehrt und arbeitet in Berlin. Kontakt unter www.beinert.net
Eierkuchen

Eierkuchen ist eine Bezeichnung aus dem Bleisatz für ein auseinandergefallenes Satzgebinde; auseinandergefallener Stehsatz.

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Porträtzeichnung des Berliner Typografen Ferdinand Theinhardt (1820–1906) aus der Titelei der Festschrift »Erinnerungsblätter aus meinem Leben«, einer Publikation der H. Berthold AG zum seinem 100jährigen Geburtstag, Berlin 1920. Quelle: Universitätsbibliothek der Hubold-Untiversität zu Berlin. Illustrator nicht bekannt.
Theinhardt, Ferdinand

Biographie über den Typografen, Schriftgießer und Orientalisten Ferdinand Theinhardt, Deutschland, 1820–1906.

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Herausgeber und Autor des Typolexikons ist der Grafikdesigner Wolfgang Beinert. Er lebt, lehrt und arbeitet in Berlin. Kontakt unter www.beinert.net
Dimensionsstabilität

Dimensionsstabilität ist ein Fachbegriff für die Qualitätseigenschaft eines grafischen Papiers (z.B. Bogenoffsetpapier) bzgl. der Feuchtigkeitseinwirkung beim Auflagendruck.

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