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Das Fachlexikon zur Typografie



Auswahl

Zeilendurchschuss und Zeilenabstand (ZAB) sind unterschiedliche Parameter. Aufgrund der unterschiedlichen Typometrien von Schriften müssen sie immer – je nach verwendeter Schrift – individuell evaluiert werden. Beispiel gesetzt in der MetaPlus von Erik Spiekermann. Infografik: www.typolexikon.de
Zeilendurchschuss

Distanz zwischen nachfolgenden Zeilen; nichtgedruckter Zwischenraum zwischen zwei Zeilen. Abk. Durchschuss; alte Schreibweise Durchschuß.

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Herausgeber und Autor des Typolexikons ist der Grafikdesigner Wolfgang Beinert. Er lebt, lehrt und arbeitet in Berlin. Kontakt unter www.beinert.net
Eierkuchen

Eierkuchen ist eine Bezeichnung aus dem Bleisatz für ein auseinandergefallenes Satzgebinde; auseinandergefallener Stehsatz.

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Porträtzeichnung des Berliner Typografen Ferdinand Theinhardt (1820–1906) aus der Titelei der Festschrift »Erinnerungsblätter aus meinem Leben«, einer Publikation der H. Berthold AG zum seinem 100jährigen Geburtstag, Berlin 1920. Quelle: Universitätsbibliothek der Hubold-Untiversität zu Berlin. Illustrator nicht bekannt.
Theinhardt, Ferdinand

Biographie über den Typografen, Schriftgießer und Orientalisten Ferdinand Theinhardt, Deutschland, 1820–1906.

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Herausgeber und Autor des Typolexikons ist der Grafikdesigner Wolfgang Beinert. Er lebt, lehrt und arbeitet in Berlin. Kontakt unter www.beinert.net
Dimensionsstabilität

Dimensionsstabilität ist ein Fachbegriff für die Qualitätseigenschaft eines grafischen Papiers (z.B. Bogenoffsetpapier) bzgl. der Feuchtigkeitseinwirkung beim Auflagendruck.

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Ein »Schusterjunge« oder »Findelkind« beschreibt einen Umbruchfehler innerhalb eines geschlossenen Schriftsatzes, wobei die erste Zeile eines Absatzes irrtümlich als einzelne Zeile am Ende der vorausgehenden Kolumne steht.
Schusterjunge

Fehler im Umbruch eines Schriftsatzes, bei dem die erste Zeile eines neuen Absatzes irrtümlich als einzelne Zeile am Ende der vorausgehenden Kolumne steht; auch als »Findelkind« oder »Waisenkind« bezeichnet.

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Herausgeber und Autor des Typolexikons ist der Grafikdesigner Wolfgang Beinert. Er lebt, lehrt und arbeitet in Berlin. Kontakt unter www.beinert.net
Schmalbahn

Schmalbahn ist einen Papierbogen (Druckbogen), dessen breite Seite aus der Länge einer industriell hergestellten Papierrolle geschnitten wurde; Schmalbahnbogen; Schmalbahnpapier.

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Herausgeber und Autor des Typolexikons ist der Grafikdesigner Wolfgang Beinert. Er lebt, lehrt und arbeitet in Berlin. Kontakt unter www.beinert.net
Breitbahn

Breitbahn ist einen Papierbogen (Druckbogen), dessen lange Seite aus der Breite einer industriell hergestellten Papierrolle geschnitten wurde; Breitbahnbogen; Breitbahnpapier.

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Herausgeber und Autor des Typolexikons ist der Grafikdesigner Wolfgang Beinert. Er lebt, lehrt und arbeitet in Berlin. Kontakt unter www.beinert.net
Berthold, Hermann

Biographie über Hermann Berthold (Deutschland, 1831–1904), Typograf, Galvaniseur und Gründer der H. Berthold Schriftgießerei und Messinglinienfabrik Berlin.

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Das Paragrafzeichen (§) ist eine symbolische Abkürzung für das Wort »Paragraf«. Die Ligatur besteht aus den Buchstaben »ss«, was vermutlich von »signum separationis« für lat. »Zeichen der Trennung« oder »signum sectionis« für lat. »Zeichen des Abschnitts« herrührt.
Paragrafzeichen (§)

Das Paragrafzeichen (§-Zeichen) ist eine symbolische Abkürzung für das Wort Paragraf; Allograph Paragraphzeichen; Abk. Pl. §§.

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Jan Tschichold ist ein Paradebeispiel für Fleiß, Können und Zielstrebigkeit. Aufgewachsen im Schatten zweier fürchterlicher Weltkriege, erarbeitete er sich ein beachtliches Lebenswerk und eine internationale Reputation, die der Nachwelt sicherlich in Erinnerung bleiben wird. Seine Lehrbücher sind eine wahre Fundgrube typografischen Wissens und gelten auch heute noch als didaktischer Maßstab. Bildzitat: Jan Tschichold nach einer Fotografie von Thames & Hudson um 1926 bei einem Besuch in London. Foto: www.typolexikon.de
Tschichold, Jan

Biografie über Jan Tschichold (Deutschland und Schweiz, 1902–1974), Grafikdesigner, Typograf, Schriftgestalter, Kalligraf und Schriftgelehrter.

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Der Raum zwischen den Zeichenpaaren ist in der Regel durch Kerningtabellen vorgegeben, was allerdings nicht bedeutet, dass dieser auch der optimale Zeichenabstand ist. Anders formuliert: Ein »Automatisches Kerning« kann keinesfalls das geübte Auge eines/r Typografen/in ersetzen, Schriften in ihrer Anwendung bestmöglich zu interpretieren. Beispiel: Manuelle Korrektur der Schriftsatzästhetik durch eine negative (-LW) Laufweitenveränderung (Unterschneidung) zwischen den kritischen Ziffernpaaren 1 und 0 sowie zwischen 0 und dem Gliederungspunkt. Gesetzt in der Trade Gothic (1958) von Jackson Burke (1908–1975), Vertrieb Linotype®. Infografik: www.typolexikon.de
Kerning

Kerning ist die Verringerung des Zeichenabstands bzw. Wortzwischenraums bei kritischen Buchstaben-, Ziffern- und Satzzeichenkombinationen.

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Ein Geviert ergibt sich beispielsweise aus dem Schriftgrad eines Buchstabens, der von der Höhe auf die Breite »umgelegt« wird, wobei natürlich ausschlaggebend ist, welches Verfahren für das Messen eines Schriftgrades angewendet wird (Majuskelhöhe oder hp-Vertikalhöhe mit oder ohne Fleisch?). In der Typografie sind mit Geviert also relative Bezugspunkte innerhalb eines »quadratischen Raums« gemeint. Ein Geviert entspricht rechnerisch der Seitenlänge eines Quadrats, also »Schriftgrad a von A nach D ist gleich Geviert a von A nach B«.
Geviert

Ein Geviert (em) ist in der Typografie eine relative Maßeinheit für Abstände, waagrechte Striche, Kerning, Schriftlaufweite, Optischen Schriftweitenausgleich und Schriftgröße.

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