Minuskelziffern

Typographischer Terminus für die Indo-Arabische Ziffern 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 0 mit variierenden Oberlängen und Unterlängen im Vierliniensystem (Schriftlinien). Primär als Mediävalziffern, auch als Gemeine Ziffern, Charakterziffern oder in seltenen Fällen auch als Nautische Ziffern bezeichnet.

Vergleich von Versalziffern (Majuskelziffern) im Zweiliniensystem mit Oberlängen und Mittellängen (links) mit Mediävalziffern (Minuskelziffern) im Vierliniensystem mit Oberlängen, Mittellängen und Unterlängen (rechts). Beispiel gesetzt in der »Celeste Regular« und »Celeste Caps« von Christopher Burke.
Vergleich von Versalziffern (Majuskelziffern) im Zweiliniensystem mit Oberlängen und Mittellängen (links) mit Mediävalziffern (Minuskelziffern) im Vierliniensystem mit Oberlängen, Mittellängen und Unterlängen (rechts). Beispiel gesetzt in der »Celeste Regular« und »Celeste Caps« von Christopher Burke.

Etymologisch leitet sich »Minuskel« aus dem mlat. »minuscula (litera)« zu lat. »minusculus« für »etwas kleiner« zu lat. »minus« für »weniger, kleiner« und »Ziffer« aus dem arab. »as-sifr«, mlat. »cifra« oder »cephirum«, sphd. »zif(f)er« ab. 

Das »Pendant« zu einer Minuskelziffer ist die Majuskelziffer.

Weiterführende Informationen siehe Mediävalziffern.

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

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