Druckmarken

Druckmarken werden im grafischen Druckgewerbe und der Typografie verwendet, um Druckdaten (z.B. PDF® Files), Druckvorlagen (z.B. Lithofilme), Druckformen (z.B. Offsetdruckplatten), Proofs (z.B. Digitalproofs) oder Druckbögen (z.B. Druckpapierbögen) zu kennzeichnen. Sie dienen im Ein- und Mehrfarbendruck dazu, passgenau zu layouten, zu montieren, zu drucken, zu falzen, zu schneiden, zu kontrollieren und den Workflow zu optimieren. Sie werden auch als »Druckzeichen« bezeichnet. 1 )

Beispiel von einfachen Druckmarken, die DTP Publishing Software, hier von InDesign® von Adobe®, automatisch generieren kann. Meist reichen diese für das professionelle Ausschießen mehrseitiger Druckformen für die Bogenmontage nicht aus. Deshalb verwenden Druckereien oft ihre eigenen Druckmarken, z.B. optimierte Farbkontrollstreifen oder komplexe Strich- oder QR-Codes. Infografik: www.typolexikon.de
Beispiel von einfachen Druckmarken, die DTP Publishing Software, hier von InDesign® von Adobe®, automatisch generieren kann. Meist reichen diese für das professionelle Ausschießen mehrseitiger Druckformen für die Bogenmontage nicht aus. Deshalb verwenden Druckereien oft ihre eigenen Druckmarken, z.B. optimierte Farbkontrollstreifen oder komplexe Strich- oder QR-Codes.
Als Basis für die Bogenmontage mehrseitiger Druckformen dient der sogenannte Einteilungsbogen. Er dokumentiert alle Elemente eines Layouts und alle Druckmarken. Beispiel: Schlichtes Ausschießschema mit insgesamt acht Einzelseiten. Die Aufteilung eines Druckbogens in rechteckigen Nutzen ist relativ einfach. Schwieriger wird die Einteilung bei Verpackungen, z.B. bei Faltschachteln.
Als Basis für die Bogenmontage mehrseitiger Druckformen dient der sogenannte Einteilungsbogen. Er dokumentiert alle Elemente eines Layouts und alle Druckmarken. Beispiel: Schlichtes Ausschießschema mit insgesamt acht Einzelseiten. Die Aufteilung eines Druckbogens in rechteckigen Nutzen ist relativ einfach. Schwieriger wird die Einteilung bei Verpackungen, z.B. bei Faltschachteln.

Zu den Druckmarken (Druckzeichen) zählen:

Druckmarken 2 )  werden im Druckkontrollstreifen oder unterhalb der Nutzen ggf. mit Dateiname, Datum, Uhrzeit und Farbname ergänzt. Sie können über die verwendete DTP Publishing Software, z.B. mit InDesign® von Adobe® 3 ) oder QuarkXpress® von Quark®, 4 ) oder beim Ausschießen mehrseitiger Druckformen für die Bogenmontage über spezielle PrePress Software, z.B. »ApogeeX« von Agfa® Graphics, winkelgenau angelegt werden. Nur in seltenen Fällen werden in der Bogenmontage Druckmarken noch händisch angebracht. 5 )

Druckmarken und ihre Toleranzen im Prüf- und Auflagendruck können sich an praxisrelevanten Branchenreferenzen orientieren, beispielsweise in Deutschland am »MedienStandard Druck« des Bundesverbands Druck und Medien 6 ) oder an der ISO 12647-2 (Stand 12.2013). 7 )

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps:   [ + ]

1, 2.Anmerkung: »Druckmarke« und »Druckermarke« sind unterschiedliche Begriffe mit unterschiedlichen Bedeutungen. Eine Druckmarke ist eine Markierung, eine Druckermarke ein Signet einer Druckerei bzw. ein Druckerzeichen. A prióri gilt dies auch für »Druckzeichen« und »Druckerzeichen«.
3.Quelle: Adobe® InDesign® Benutzerhandbuch, Druckmarken und Anschnitt, online verfügbar unter https://helpx.adobe.com/de/indesign/using/printers-marks-bleeds.html (29.08.2018).
4.Quelle: QuarkXPress® 2017 Benutzerhandbuch, als PDF Download online verfügbar unter http://files.quark.com/download/documentation/QuarkXPress/2017/German/QXP-2017-User-Guide-DE.pdf (29.08.2018).
5.Tipp: Um Entwurfs-, Produktions- und Verarbeitungsfehler zu vermeiden, sollten Druckmarken grundsätzlich immer im Vorfeld einer Produktion bzw. Herstellung mit der Druckerei und ggf. mit der Buchbinderei besprochen werden. Geklärt werden sollte beispielsweise, wer welche Druckmarken wie, wohin und wann setzt?
6.Quelle: MedienStandard Druck 2018, Bundesverband Druck und Medien e.V., Technische Richtlinien für Daten, Prüfdruck und Auflagendruck, online als PDF unter https://www.bvdm-online.de/fileadmin/user_upload/bvdm_MedienStandard_Druck_2018.pdf (1.9.2018) verfügbar. Der MedienStandard Druck wird regelmäßig an die technischen Erneuerungen angepaßt.
7.Anmerkung: Die ISO International Organization for Standardization ist eine Internationale Standardisierungsorganisation mit Sitz in Vernier (Genf). Online verfügbar unter https://www.iso.org (31.8.2018).