Sperrsatz

1. Terminus für das gleichmäßiges Erweitern der Laufweite eines Screen Fonts, einer Druckschrift oder einer Schreibmaschinenschrift durch das Sperren mit einem Leerraumzeichen (Leertaste).

2. Terminus aus dem gewerbespezifischen Sprachschatz deutscher und österreichischer Schriftsetzer aus der Periode des materiellen Schriftsatzes (z.B. Bleisatz) für das dicktengleiche Sperren einer Fraktur bzw. Gebrochenen Schrift in gemischter Schreibweise.1)

Deutscher Sperrsatz einer Gebrochenen Schrift. Die »Auszeichnung« ist bis auf die Minuskelligaturen »ch« und den ortographischen Punkt gesperrt bzw. dicktengleich spationiert. Beispiel gesetzt im Photoshop® von Adobe® in der Fraktur »Notre Dame« (1993) von Karlgeorg Hoefer (1914–2000), Vertrieb Linotype®. Infografik: www.typolexikon.de
Deutscher Sperrsatz einer Gebrochenen Schrift. Die »Auszeichnung« ist bis auf die Minuskelligaturen »ch« und den ortographischen Punkt gesperrt bzw. dicktengleich spationiert. Beispiel gesetzt im Photoshop® von Adobe® in der Fraktur »Notre Dame« (1993) von Karlgeorg Hoefer (1914–2000), Vertrieb Linotype®.

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© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps:   [ + ]

1.Anmerkung: Im deutschen Fraktursatz gibt es keinen Majuskelsatz (Versalsatz). Stattdessen wird im Sperrsatz ausgezeichnet.