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Das Fachlexikon zur Typografie



Auswahl

Beispiel eines simplen Mock-ups: Ein in einem Bildbearbeitungsprogramm freigestellter iMac® von Apple® (links), der mit einem Screenshot des Footers des Typolexikons gefüllt wurde (rechts). Derartige Mock-ups werden von den Herstellern häufig im Rahmen ihrer PR kostenfrei zum Download bereitgestellt.
Mock-up

Ein »Mock-up« ist eine visuelle, statische und realistische Darstellung eines Produkts, einer Website, App oder eines Designs. Es simuliert den visuellen Entwurf auf einem Ausgabemedium (z.B. Monitor) oder Trägermaterial (z.B. Papier), ist jedoch weder real noch interaktiv.

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Sehr deutlich erkennt man an diesem Beispiel den Unterschied zwischen der generierten Schriftstärke (»Falsche Fette«, Zeile 2) und dem Originalschnitt (»Echte Fette«, Zeile 3) der Amerikanischen Grotesk »Trade Gothic« des US-amerikanischen Buchgestalters und Schriftentwerfers Jackson Burke (1908–1975). Ausgehend vom normalen Schriftschnitt (Zeile 1) wurde mit dem Button »bold« der fette Schriftschnitt (Zeile 2) am PC generiert. Allerdings hat dieser herzlich wenig mit dem originalen fetten Schnitt (Zeile 3), geschweige denn mit der typischen Letternarchitektur einer fetten Trade Gothic zu tun.
Gewicht

In der Typografie ist »Gewicht« eine Abkürzung für Schriftgewicht. Er bezeichnet die Schriftstärke einer Schrift bzw. eines Fonts. Eng. »Font Weight« (Schriftgewicht); CSS-Eigenschaft »font-weight«.

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Asymmetrische Plakatgestaltung des Typografen Joost Schmidt (1893–1948) für eine Ausstellung des Bauhauses in Weimar, Akzidenzauflage mit nachträglicher Korrektur, 1923. Quelle des Bildzitats: Sammlung Wolfgang Beinert.
Asymmetrie

In der Typografie bezeichnet Asymmetrie die ungeordnete, nicht spiegelbildlich oder ungleich wirkende Anordnung von Zeichen, Zeilen, Absätzen und Kolumnen innerhalb eines Layouts sowie das bewusste Brechen einer gleichmäßigen Balance in der Typometrie eines Schriftzeichens beziehungsweise Buchstabens.

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Bereits der Prototypograf Erhard Ratdolt (1447–1527/1528) übernahm das Hederablatt (Aldusblatt) aus der Kalligraphie. Hier im »Romanae vetustatis fragmenta in Augusta Vindelicorum et eius dioecesi« des Konrad Peutinger, gedruckt 1505 in Augsburg. Quelle: Inkunabelsammlung der Bayerischen Staatsbibliothek, München.
Symmetrie

Symmetrie ist in der Typografie die geordnete, meist spiegelbildlich oder ausgewogen wirkende Anordnung von Zeichen, Zeilen, Absätzen und Kolumnen innerhalb eines Layouts sowie die gleichmäßige Ausgewogenheit der Typometrie eines Schriftzeichens bzw. Buchstabens.

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Plakatschriften sind Schriften, die aus großer Entfernung in überdimensionierten Schriftgraden mehr oder weniger gut lesbar sind. Für den materiellen Schriftsatz mit physischen Drucktypen wurden Plakatschriften primär aus Holz (z.B. aus Buchsbaum-, Ahorn- oder Birnenholz) gefertigt, da große Buchstaben aus Metall (z.B. aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung) in der Herstellung zu teuer und in der Verarbeitung zu unhandlich gewesen wären. Foto: pixaby.com, Hans Braxmeier & Simon Steinberger GbR, gemeinfrei.
Plakatschriften

In der Typografie sind Plakatschriften überdimensionierte Schriften – ehemals aus Holz gefertigt oder heute als spezielle OpenType-Fonts –, die auch aus großer Entfernung gut lesbar sind.

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Druck
Akzidenzdrucksachen

Akzidenzdrucksachen sind Geschäfts- oder Privatdrucksachen, etwa Briefpapiere, Visitenkarten, Plakate oder Prospekte, die nicht im Werkdruck bzw. im Buch-, Zeitungs- oder Zeitschriftendruck hergestellt werden; formal werden sie als »Akzidenzen« bezeichnet.

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Vier Hauptschriftlinien ordnen die vertikale Typometrie von Buchstaben eines lateinischen Alphabets in Majuskelhöhe (Versalhöhe), Oberlänge, Mittellänge und Unterlänge.
Schriftlinien

Schriftlinien ordnen in der Typografie die vertikale Struktur von Buchstaben und Schriftzeichen. Sie definieren Majuskelhöhe, Oberlänge, Mittellänge und Unterlänge und sind ein zentrales Kriterium in Schriftgestaltung und Mikrotypografie.

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Frontispiz und Haupttitel von Pierre Simon Fourniers typografischem Lehrbuch »Manuel Typographique«, Erstausgabe, zweiter Band, Updike-Drucktypen, Paris 1764–1766.
Fournier, Pierre Simon

Biografie über Pierre Simon Fournier (Frankreich, 1712–1768), Typograf, Stempelschneider und Schriftgießer. Schöpfer des »Point typographique«.

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Ein Blocksatz ist eine Schriftsatzart, bei der die Zeilen eines Textes so angeordnet sind, dass die Zeilenanfänge und Zeilenenden in senkrechter Ausrichtung übereinstimmen.
Schriftsatzart

Schriftsatzart ist eine typografische Bezeichnung für die ein- oder mehrzeilige Anordnung eines Textes im typografischen Schriftsatz, also für die Ausrichtung und Relativierung von Zeilenanfängen, Zeilenenden, Zeilenlängen und Zeilenlinien zueinander.

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»Verzierte Schluss-Linien« für den Bleisatz. Abbildung: Schriftmusterbuch »Schrift-Proben« der Schriftgießerei Julius Klinkhardt, Leipzig und Wien, Handausgabe, ca. 1885. Foto: www.typolexikon.de
Zierrat

Typografischer Zierrat dient dazu, einen Schriftsatz dekorativ zu gliedern und/oder zu schmücken, z.B. mit Schmuckzeichen, Ornamenten oder Linien; typografische Verzierungen; typografische Schmuckelemente.

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Otl Aicher bei einer Vorlesung im August 1959. Foto: Brazilian National Archives, Rio de Janeiro, Brasilien. Fotograf*in und Aufnahmeort unbekannt.
Hochschule für Gestaltung Ulm

Historie der »hochschule für gestaltung ulm« (hfg ulm) von 1953 bis 1968, die von Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher und Max Bill in Ulm gegründet wurde.

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Stehsatz (Bleisatz) einer Empfehlungskarte vor dem Auflagendruck. Die oberen Majuskelzeilen sind im normalen Breitenlauf gesetzt, die untere Zeile wurde gleichmäßig gesperrt und bei manchen Zeichenpaaren mit unterschiedlichen Spatien optisch ausgemittelt. Foto: Wolfgang Beinert, Berlin.
Sperren

Sperren bezeichnet im typografischen Schriftsatz die gleichmäßige Erweiterung der Normalschriftweite durch ein oder mehrere Leerraumzeichen; Sperrsatz; Spatiieren.

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