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Das Fachlexikon zur Typografie



Auswahl

Leise und laute familiäre sowie extrafamiliäre Schriftauszeichnungen. Beispiele gesetzt in der Compatil Text und Compatil Fakt von Linotype Design Studio, entworfen von Olaf Leu (*1936).
Schriftauszeichnung

Auszeichnung der Grundschrift im glatten Satz mit einer anderen Schriftart, Schriftstilvariante oder Schriftfarbe. Abk. »Auszeichnung«.

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Bis ungefähr in die 1980er-Jahre wurde im Druckgewerbe zwischen Druckereien und Abteilungen für Buch-, Zeitungs-, Kunst- und Akzidenzdruck unterschieden. Akzidenzdruckereien waren primär auf die Produktion von Geschäfts- oder Privatdrucksachen spezialisiert. Abbildung: Beilage der Buch- und Akzidenzdruckerei Gustaf Knoth in Leipzig zum »Archiv für Buchgewerbe« aus dem Jahr 1912. Gesetzt in der Faecker-Fraktur, mit dem Druckerzeichen der Offizin und dem Credo »Gott grüsst die Kunst«.
Akzidenzdruckerei

Abteilung einer Buch- oder Zeitungsdruckerei, die sich auf die Herstellung von Geschäfts- oder Privatdrucksachen spezialisiert hat.

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»Offizin« ist die althergebrachte Bezeichnung für eine Buchdruckerei. Auch als »Officina Typographeum«, »Druckoffizin«, »Drucker-Offizin« oder »Buchdruckerey« bezeichnet. Der reproduzierte Holzstich illustriert eine Offizin des 17. Jahrhunderts. Quelle: Archiv für Buchgewerbe, um 1912, Verlag des Deutschen Buchgewerbevereins, Leipzig.
Offizin

Traditionelle Bezeichnung für eine Buchdruckerei. Auch als »Officina Typographeum«, »Druckoffizin«, »Drucker-Offizin« oder »Buchdruckerey« bezeichnet.

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Initialen der 42-zeiligen Gutenberg-Bibel, gedruckt in Mainz um 1455. Quelle: Faksimile der New York Public Library, 2009.
Typografie

Definition, Etymologie und Geschichte der Typografie von 1450/1457 bis heute. Allograph »Typographie«; neusprachliche Abkürzung »Typo«.

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Um beispielsweise mit einem mageren, breitmageren, schmalfetten, halbfetten und fetten Schriftschnitt einer Schriftfamilie arbeiten zu können, benötigt man gegenwärtig noch fünf separate OpenType Fonts (*.otf oder *.ttf), also fünf unterschiedliche Schriftdateien (Font Files). Mit der neuen Schrifttechnologie »OpenType Variable Fonts« wäre es nur noch ein einziges Font File, also eine einzige Schriftdatei, die all diese (und mehr) Schriftvarianten durch einen Algorithmus – in diesem Beispiel durch benutzerdefinierte Variationsachsen für die Strichstärken und Zeichenbreiten – interpolieren und generieren kann. Quelle: Microsoft® Corp.
Variable Fonts

Variable Fonts sind linear interpolierbare OpenType Fonts, die auf Initiative der US-amerikanischer IT-Unternehmen Apple® Inc., Adobe® Systems Inc., Google® LLC und Microsoft® Corp. für Betriebssysteme (OS Operating Systems) und Anwendungssoftware (Application Software) nutzbar gemacht werden sollen. Auch als »OpenType Variable Fonts«, »Variable Schriftarten« oder »Variable Schriften« bezeichnet.

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Die OpenType-Fonttechnologie ist ein offener Standard von Adobe® und Microsoft®. OpenType Fonts sind in der Regel plattformunabhängig und mit fast jeder handelsüblichen Desktop Computer Software kompatibel. OpenType Fonts gibt in zwei unterschiedlichen Varianten: Als Screen Fonts (*ttf) und als Druckschriften (*otf). Infografik: www.typolexikon.de
Fonts – Tipps und Bezugsquellen

Tipps und Informationen für den Download von Schriften (Computer Fonts) aus dem Internet. Aktuelle Links, Kosten, Lizenzen und Gefahren beim Download.

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Schriftverwaltung auf Betriebssystemebene (OS) eines PCs nach der Matrix Beinert. Die Hauptgruppen 1 bis 9 bilden jeweils einen Ordner. In jedem Ordner befinden sich – je nach Umfang – weitere Unter- und Nebenordner mit den Namen der Unter- und Nebengruppen bzw. dann schlussendlich das zugeordnete Font-File. Dieses Schema kann auch auf Font-Management-Software übertragen werden.
Schriftklassifikation Matrix Beinert

Schriftklassifikationsmodell für das Electronic und Desktop Publishing (DTP), welches 2001 vom deutschen Typografen Wolfgang Beinert erarbeitet und zuletzt im Dezember 2025 aktualisiert wurde. Das Schema ordnet Druckschriften, Screen Fonts und Bildzeichen in neun Hauptgruppen.

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In der Chemie wird die Abkürzung »H₂O« verwendet, um Wasser zu repräsentieren, wobei die Ziffer 2 tiefgestellt wird. Hier im Beispiel der OpenType Font »PT Sans«, der über die tiefgestellten Ziffern 1, 2, 3 und 4 verfügt, welche über die Glyphentastatur ausgewählt werden können. Die Positionen im Schriftliniensystem, die Schriftgrade und die Strichstärken von Tiefstellungen unterscheiden sich von Schrift zu Schrift erheblich.
Grundlinienversatz

Grundlinienversatz bezeichnet die vertikale Verschiebung einzelner Buchstaben, Indo-Arabischer Ziffern, Zeichen oder Textpassagen oberhalb oder unterhalb relativ zur Grundlinie.

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Werbeanzeige der für die Buch- und Akzidenzschrift »Kleukens Antiqua« der Bauerschen Gießerei, Frankfurt am Main. Quelle: »Der Zwiebelfisch, Eine kleine Zeitschrift für Geschmack in Büchern und anderen Dingen«, Hyperion-Verlag Hans von Weber, München 1911.
Akzidenzschrift

Eine Akzidenzschrift ist eine Druckschrift aus Metall, Holz oder Kunststoff, die für wirkungsvoll gestaltete Akzidenzen bestimmt war und heute in Form eines OTF-Fonts als Zierschrift, Titelsatzschrift, Display-Schrift oder Designer-Font bezeichnet wird.

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Handschriftsetzer in einer größeren Offizin, vermutlich Mitte des 20. Jahrhunderts in London oder Leipzig. Fotograf und Aufnahmeort unbekannt.
Akzidenzschriftsetzer

Ein Akzidenzschriftsetzer ist ein besonders geschulter Handschriftsetzer, der im Akzidenzsatz einer Buch- oder Zeitungsdruckerei arbeitete.

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Neben Geschäfts- oder Privatdrucksachen zählen auch wirkungsvoll gestaltete Teile eines Buches oder Zeitung zu den Akzidenzen, beispielsweise Zeitungsköpfe oder der Frontispiz und Haupttitel eines Buches. Abbildung: Der Zeitungskopf (Titelkopf) des US-amerikanisches Nachrichtenmagazin »Harper’s Weekly« aus dem Jahre 1857 wurde im Akzidenzsatz hergestellt, die Copy im Werksatz. Quelle: Harper & Brothers, New York City.
Akzidenzsatz

Bezeichnung für den Handschriftsatz einer Akzidenzschriftsetzerei, der auf die Gestaltung und Herstellung von Druckvorlagen für Akzidenzen – also wirkungsvoll gestaltete Drucke wie Zeitungsköpfe, Plakate, Werbeanzeigen oder Geschäfts- und Privatdrucksachen – spezialisiert war.

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Beispiel eines simplen Mock-ups: Ein in einem Bildbearbeitungsprogramm freigestellter iMac® von Apple® (links), der mit einem Screenshot des Footers des Typolexikons gefüllt wurde (rechts). Derartige Mock-ups werden von den Herstellern häufig im Rahmen ihrer PR kostenfrei zum Download bereitgestellt.
Mock-up

Ein »Mock-up« ist eine visuelle, statische und realistische Darstellung eines Produkts, einer Website, App oder eines Designs. Es simuliert den visuellen Entwurf auf einem Ausgabemedium (z.B. Monitor) oder Trägermaterial (z.B. Papier), ist jedoch weder real noch interaktiv.

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Typografie für Print, Web und Publishing

Ein Seminar mit Wolfgang Beinert für alle, die gedruckte ider digitale Medien gestalten und publizieren, insbesondere für Self-Publisher, Autor:innen, Medien­gestalter:innen sowie Web-, Grafik- und Kommunikationsdesigner:innen.

Berlin

Berlin-Mitte, Friedrichstraße

Mittwoch, 16. September 2026


München

München-Altstadt, Karlsplatz

Dienstag, 22. September 2026


Wien

Wien-Favoriten, Hauptbahnhof

Mittwoch, 23. September 2026