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Farbauszeichnung

28. August 2026

»Farbauszeichnung« ist ein typografischer Terminus für die farbliche Hervorhebung eines Buchstabens, Sonderzeichens, einer Indo-Arabischen Ziffer, eines Wortes oder einer Textpassage im »Glatten Satz« oder »Gemischten Satz«, also innerhalb eines fortlaufenden Textes; Schriftauszeichnung mit einer Farbe, die von der Farbe der Grundschrift abweicht; Auszeichnung einer Druck- oder Bildschirmschrift innerhalb eines Textes mit einer alternativen Farbe, beispielsweise einer Sonderfarbe; farbliche Schriftauszeichnung; Auszeichnung einer Schrift mit einer anderen Farbe.

Etymologisch rührt der Begriff »Auszeichnung« aus der Inkunabelzeit. Denn Initialen, Rubriken, Lombarden, Illuminationen, Unterstreichungen, Auszeichnungsstriche sowie farbiger Schriftwechsel konnten in der Prototypografie (1450–1500) technisch bedingt nur von Kalligrafen, Illuminatoren und Rubrikatoren händisch »ausgezeichnet« werden.

Farbauszeichnungen sind wie »Leise Auszeichnungen« (z.B. in einem kursiven Schriftstil) oder »Laute Auszeichnungen« (z.B. in einem fetten Schriftstil) eine Methode der Schriftauszeichnung.

Farbauszeichnung ist eine farbliche Hervorhebung eines Buchstabens, Sonderzeichens, einer Indo-Arabischen Ziffer, eines Wortes oder einer Textpassage im »Glatten Satz« oder »Gemischten Satz«, also innerhalb eines fortlaufenden Textes. Farbauszeichnungen sind eine Methode der Schriftauszeichnung.
Farbauszeichnung ist eine farbliche Hervorhebung eines Buchstabens, Sonderzeichens, einer Indo-Arabischen Ziffer, eines Wortes oder einer Textpassage im »Glatten Satz« oder »Gemischten Satz«, also innerhalb eines fortlaufenden Textes. Farbauszeichnungen sind eine Methode der Schriftauszeichnung.

Farbauszeichnungen gehören in der Regel zu den Lauten Schriftauszeichnungen, sie werden vom Rezipienten also bereits wahrgenommen, bevor das Auge die ausgezeichnete Textpassage erreicht hat.

Um typografische Redundanzen und nachteilige Auswirkungen auf die Fixationsprozesse zu vermeiden, sollten sie grundsätzlich mit den anderen Schriftauszeichnungen eines Schriftsatzes im Rahmen einer semantisch-typografischen Auszeichnungsmatrix abgestimmt werden (siehe Schriftmischung). 1) 2)

Farbauszeichnungen gehören zum Bereich der Makrotypografie.

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

Quellen / Literatur / Anmerkungen / Tipps:
Quellen / Literatur / Anmerkungen / Tipps:
1 Tipp: Farbauszeichnungen sollten grundsätzlich sparsam angewendet werden. Für ungeübte Typograf:innen gilt die Faustregel: Um Redundanzen zu vermeiden, sollten »Laute Schriftauszeichnungen« – abgesehen im Autorendesign – niemals zusätzlich durch Farbe hervorgehoben werden.
2 Tipp: Lange farbige Textpassagen in Konsultationsgrößen und Lesegrößen sollten nicht aus gerasterten Prozessfarben (CMYK) aufgebaut werden, da diese unscharfe oder unruhige Schriftkonturen generieren, die die Lesbarkeit beeinträchtigen.

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