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Gutenberg, Johannes

22. Mai 2026

Johannes Gutenberg war ein deutscher Prototypograf, Erfinder und Schriftgestalter. Er wurde vermutlich um 1400 in Mainz geboren und starb dort am 3. Februar 1468. Sein ursprünglicher Name lautete vermutlich »Johannes Gensfleisch«. Überliefert sind außerdem die Namensformen »Johannes Gensfleisch zur Laden« und »Henne Gensfleisch«.

Johannes Gutenberg zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten des zweiten Jahrtausends n.Chr. Er gilt als Erfinder des europäischen Buchdrucks mit beweglichen, wiederverwendbaren Metalllettern und damit als Erfinder der Typografie, auch wenn in Korea (Königreich Goryeo) bereits 1377, also rund 80 Jahre zuvor, die in Han-Schriftzeichen (Hanja) gesetzte Anthologie der Zen-Lehre buddhistischer Priester »Baegun hwasang chorok buljo jikji simche yojeol« (Abk. »Jikji«) mit beweglichen Metalllettern gedruckt wurde (siehe Schriftgeschichte). 1)

Gutenberg revolutionierte mit seiner Erfindung den bis dahin rund 6.500 Jahre alten elitären Schriftgebrauch und demokratisierte die Schrifttechnologie; denn von nun an konnten Ideen und Wissen maschinell reproduziert werden, was einen tiefgreifenden multidisziplinären Strukturwandel zur Folge hatte, der die westeuropäischen Gesellschaften innerhalb kurzer Zeit nachhaltig veränderte (siehe Schriftgeschichte und Typografie).

Erstmals wurde Gutenberg in der Inkunabel »Chronicon« (zweite Edition, lektoriert von Johannes Lucilius Santritter (vor 1460–nach 1498)) des Augsburger Prototypografen Erhard Ratdolt (1447–1527/1528) expressis verbis als Erfinder des Buchdrucks genannt. Der entsprechende Eintrag findet sich auf der Rückseite von Folio 3 unter der Jahreszahl 1457; daneben ist als Datierung 1440 vermerkt. 2)

Johannes Gutenberg war der jüngste Sohn des seit 1372 als Mainzer Bürger und Handelsherr genannten Friele Gensfleisch zur Laden (um 1345–1419), der 1386 in zweiter Ehe die Krämertochter Else Wirich (o.A.–um 1433) heiratete. Die Familie gehörte zum Patriziat von Mainz, das im hohen Mittelalter aufgrund seiner handels- und insbesondere kirchenpolitischen Schlüsselposition zu den reichsten und bedeutendsten deutschen Städten zählte; der Erzbischof von Mainz war zugleich »Primas Germaniae«, seit 965 ständiger Erzkanzler des Reiches mit dem Recht der Königswahl und seit dem späten 12. Jahrhundert als Kurfürstbischof ermächtigt, Reichs- und Fürstentage einzuberufen. Das 15. Jahrhundert war jedoch auch für die »Aurea Moguntia«, das goldene Mainz, eine Zeit der Umbrüche und sozialen Konflikte.

Anfang des »Buchs Genesis« (Schöpfungsbericht) aus einer 42-zeiligen Gutenberg-Bibel von Johannes Gutenberg (um 1400–1468) aus dem Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin, gedruckt in einer Textura (Quadrattextura-Type). Quelle: Fol. 5r, Bd. 1 des illuminierten Exemplars der Staatsbibliothek zu Berlin.
Anfang des »Buchs Genesis« (Schöpfungsbericht) aus einer 42-zeiligen Gutenberg-Bibel von Johannes Gutenberg (um 1400–1468) aus dem Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin, gedruckt in einer Textura (Quadrattextura-Type). Quelle: Fol. 5r, Bd. 1 des illuminierten Exemplars der Staatsbibliothek zu Berlin.

Gutenbergs Kindheit und Schulbildung sind nur spärlich dokumentiert; 1411 musste die Familie gemeinsam mit über hundert anderen Patrizierfamilien nach einer Bürgermeisterwahl, die zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen mit den Zünften geführt hatte, Mainz verlassen. Friele Gensfleisch übersiedelte ins Rheinstädtchen Eltville, wo seine Frau ein Anwesen besaß. Möglicherweise studierte Johannes Gutenberg kurz in Erfurt, das als Alma mater der Erzdiözese Mainz galt und in dessen Matrikel von 1418/19 ein »Johannes de Alta villa« (Eltville) verzeichnet ist.

Der Vater starb im Herbst 1419, und im folgenden Jahr wurde Gutenbergs Name erstmals in einem Gerichtsdokument genannt, in dem es um Erbstreitigkeiten mit einer Stiefschwester namens Patze ging. Die folgenden zehn Jahre liegen im Dunkeln. Erst aus dem Jahr 1430 ist eine weitere Urkunde erhalten, in der dem »Henchin zu Gudenberg« von einer gewissen Katherine (Katharina) von Delkenheim eine mit seiner Mutter zu teilende Leibrente von 13 Gulden jährlich ausgesetzt wurde. 1433 starb Gutenbergs Mutter, und sein Erbteil wurde in Form von Renten abgegolten, was vermuten lässt, dass er zu jener Zeit nicht in Mainz oder Eltville ansässig war.

Von 1434 an belegen mehrere Dokumente, dass Gutenberg als Goldschmied, Spiegelmacher und nicht den Zünften angehörender Freimeister zumindest bis zum 12. März 1444 in Straßburg lebte, das mit rund 25.000 Einwohnern eine der größten Städte im deutschen Kaiserreich war. Er wohnte in der Vorstadt St. Arbogast, wo er seit spätestens 1436 unter größtmöglicher Geheimhaltung auch an seiner drucktechnischen Erfindung arbeitete; so beauftragte er den Goldschmied Hans Dünne (o.A.) mit der Anfertigung diverser metallener Gerätschaften, die »zu dem trucken« gehören; die Herstellung der Druckerpresse oblag einem Goldschmied Hans Dünne (o.A.); daneben unterwies Gutenberg einen gewissen Andreas Dritzehn (o.A.) im »Bolliren« (Polieren) und betrieb ab 1438 ein mit geborgtem Geld finanziertes, als »aventure und kunst« bezeichnetes Gemeinschaftsunternehmen mit Vogt Hans Riffe von Lichtenau (o.A.), Andreas Heilmann (o.A.) und Andreas Dritzehn (um 1400–1438) zur Herstellung von esoterisch wirksamen, konvexen »Heiltumsspiegeln« (Wallfahrtsspiegeln) für die große Aachener »Ochevart«-Wallfahrt von 1440.

Aus den Straßburger Jahren zwischen 1440 und 1444 sind mehrere Fragmente der »Ars minor« erhalten, einer im Mittelalter weit verbreiteten lateinischen Sprachlehre und Elementargrammatik des Aelius Donatus (römischer Grammatiker und Rhetoriklehrer, um 310/320 n.Chr.–um 380 n.Chr.), die Gutenberg mit seiner frühen sogenannten Donat-Prototype gedruckt haben soll. Als Ausgangsschrift für seine typografischen Experimente wählte er die großdimensionierte Textura, die damals für liturgische Prachthandschriften, Missale, Kodizes und xylographische Blockbücher allgemein verwendet wurde. Auch ein mit dieser Donat-Prototype sicher vor 1453 gedrucktes Fragment des deutschsprachigen Sibyllenbuchs zählt die Forschung zu Gutenbergs frühen Versuchen.

Wiederholt wurde Gutenberg in Straßburg vor Gericht zitiert: einmal von einer gewissen »Ennelin zur ysernen Türe« (Ennelin von der Isern Türe, o.A.) wegen seines gebrochenen Eheversprechens (»violatio fidei«), dann wegen einer Ehrenbeleidigung gegenüber Niklaus Schott (o.A.), einem Zeugen der Klägerin Ennelin; 1439 wegen Übervorteilung seiner Geschäftspartner und nicht eingehaltener Kreditrückzahlungen; aber auch er selbst wandte sich an diverse Notare und Richter, wenn es galt, seine Ansprüche gegen die politische und kirchliche Obrigkeit durchzusetzen. 3)

Im Oktober 1448 war Gutenberg nachweislich wieder in Mainz ansässig, wo er mit geborgtem Familiengeld, vermutlich von Arnold Gelthuß (auch Arnold Gelthus, o.A.), eine erste Werkstätte im Gutenberghof einrichtete. Zur weiteren Geldbeschaffung für das große »Werk der Bücher« schloss er 1449 jenen fatalen Gesellschaftsvertrag mit dem wohlhabenden Kaufherrn und Advokaten Johann Fust (um 1400–1466), der ihn bis Ende 1454 um sein Lebenswerk bringen sollte. Das Kapital Fusts, insgesamt 1.600 Gulden, die einen Gegenwert von etwa drei Mainzer Bürgerhäusern darstellten, ermöglichte die Etablierung einer zweiten, größeren Offizin im Humbrechthof, wo Gutenberg mit dem Kalligraphen und Fust-Schwiegersohn Peter Schöffer (um 1425/1430–1502/1503) aus Gernsheim zusammenarbeitete und die erste Generation von Inkunabeldruckern (Prototypografen) ausbildete.

Hier entstand auch das Opus principale, die legendäre, in der weiterentwickelten Textura der Donat-Kalender-Type zweispaltig gesetzte 42zeilige Bibel, von der im Oktober 1454 die ersten 180 Exemplare bereits vollendet und verkauft waren, wie aus einem häufig zitierten Brief des Enea Silvio Piccolomini (id est Aeneas Sylvius de’ Piccolomini, 1405–1464) hervorgeht. 4)

Faksimile einer 42-zeiligen Gutenberg-Bibel. Originaldruck von Johannes Gutenberg in Mainz um 1455. Quelle: New York Public Library, 2009.
Faksimile einer 42-zeiligen Gutenberg-Bibel. Originaldruck von Johannes Gutenberg in Mainz um 1455. Quelle: New York Public Library, 2009.
Die 42-zeilige Gutenberg-Bibel wurde nicht nach dem Goldenen Schnitt, sondern nach dem Villardschen Teilungskanon konstruiert.
Zahlreiche typografische Lehrbücher, darunter auch Veröffentlichungen von Raúl Rosarivo und Jan Tschichold, vertreten die These, der Satzspiegel der 42-zeiligen Gutenberg-Bibel (um 1455) sei nach den Proportionsregeln des Goldenen Schnitts konstruiert worden. Eine vermessungstechnische Analyse erhaltener Originale zeigt jedoch, dass weder das Seitenformat den Proportionen des Goldenen Schnitts entspricht noch der Satzspiegel auf der Fibonacci-Reihe basiert. Stattdessen folgt die Konstruktion dem sogenannten Villardschen Teilungskanon, einem geometrischen Teilungsschema aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, benannt nach Villard de Honnecourt (um 1230–1235). Beispiel: Fibonacci-Gitter mit hinterlegter Doppelseite einer Gutenberg-Bibel aus dem Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin. Grafische Analyse: Wolfgang Beinert, Berlin.

Im Streit und nach einem verlorenen Prozess mit Fust wegen dessen als skrupellos überlieferten Kreditforderungen 5) – Fust wollte das gewinnbringende Geschäft mit dem geschäftstüchtigen Schwiegersohn Schöffer fortsetzen – samt Zins und Zinseszinsen verließ Gutenberg Ende 1454 die gemeinschaftliche Offizin und zog sich 1455 finanziell ruiniert in die an den Mainzer Stadtschreiber Dr. Konrad Humery (um 1400–zwischen 1471 und 1478) verpfändete Werkstatt im Gutenberghof zurück. Hier entstanden in den Folgejahren kleinere Donat-Ausgaben, Kalender, die »Zyprischen Ablassbriefe« mit den frühesten Druckbastarden als Brotschriften sowie der Türkenkalender »Eyn manung der cristenheit widder die durken«.

Er perfektionierte auch die Textura seiner Donat-Kalender-Type, mit der dann 1457 in Bamberg durch Johann Neumeister (um 1430er Jahre–1522) und Albrecht Pfister (um 1420–vor 1466) die 36zeilige Bibel gedruckt wurde, das mit 884 Blättern umfangreichste Druckwerk der Inkunabelzeit.

1460 druckte Gutenberg erstmals das »Catholicon«, ein 1286 in Genua vom Dominikaner Johannes Balbus (o.A.–um 1298) verfasstes etymologisches Wörterbuch nebst Orthographie, Grammatik, Verslehre und Rhetorik der lateinischen Sprache; für den Druck dieses stets erweiterten Konversationslexikons entwarf Gutenberg eine Gotico-Antiqua-Urtype, die als seine letzte Schöpfung gilt. 22 Majuskeln, 103 Minuskeln mit und ohne Abbreviaturen, 81 Ligaturen und vier Sonderzeichen bilden das Inventar dieser Type.

Gutenbergs letzte Lebensjahre verliefen turbulent. 1461 ereilte ihn die Reichsacht (Vogelfreiheit/Rechtlosstellung) durch das Kaiserliche Hofgericht Rottweil, weil er seit 1457 die Zinsen für sein Straßburger Darlehen nicht bezahlt hatte. 1462 wurde er im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Klerikern Diether von Isenburg (1412–1482) und Adolf von Nassau (um 1423–1475) aus Mainz vertrieben und fand in Eltville Zuflucht. Dort beteiligte er sich an der Errichtung der Druckerei der Gebrüder Heinrich (o.A.–1467) und Nicolaus (o.A.–nach 1488) Bechtermünze, die wesentliche Teile seines Typenapparats übernahmen.

Als Gutenberg am 17. Januar 1465 in Würdigung seiner Verdienste vom neuen Erzbischof Adolf von Nassau zum Hofmann ernannt und mit Privilegien sowie Zuweisungen von Naturalleistungen ausgestattet wurde, kehrte er nach Mainz zurück, wo er angeblich fast erblindet bis zu seinem Tod in der »Algesheimer Bursch« wohnte.

Johannes Gutenberg starb am 3. Februar 1468 in Mainz: »Anno Domini 1468 uf St. Blasius Tag starb der ehrsame Meister Henne Gensfleisch, den Gott gnade …« und wurde in der Franziskanerkirche, die 1742 abgetragen wurde, zu Mainz bestattet, wie Adam Gelthuß (o.A.) in seinem 1499 bei Peter Friedberg (o.A.) in Mainz gedruckten Buch »Ad illustrissimum Bavariae ducem Philippum« vermerkte.

1504 ließ der Mainzer Universitätsprofessor Ivo Wittig (o.A.–1507) im Hof zum Gutenberg dem »Ersten aller Typografen« einen Gedenkstein mit folgender Inschrift errichten:

»Joanni Gutenbergensi Moguntino, qui primus omnium literas aere imprimendas invenit, hac arte de orbe tot bene merenti, Ivo Wittigis hoc saxum pro monimento posuit 1504.«

Der Gedenkstein gilt als das älteste bekannte öffentliche Denkmal für Johannes Gutenberg. Die deutsche Übersetzung lautet: »Dem Mainzer Johannes Gutenberg, der als Erster von allen das Drucken mit Buchstaben aus Bronze erfunden und sich durch diese Kunst um den Erdkreis sehr verdient gemacht hat, hat Ivo Wittig diesen Stein als Denkmal gesetzt 1504.« 6) 7) 8) 9) 10) 11)

Ende der 1990er Jahre wurde Johannes Gutenberg vom US-amerikanischen Nachrichtenmagazin TIME zum »Man of the Millennium« gewählt.

Ein zeitgenössisches Bildnis Johannes Gutenbergs ist nicht überliefert. Alle bekannten Darstellungen entstanden erst deutlich nach seinem Tod. Sie beruhen auf späteren, teils idealisierenden Rekonstruktionen und besitzen daher keine gesicherte dokumentarische Ähnlichkeit mit seiner tatsächlichen Erscheinung.

Das früheste bekannte Porträt wurde 1584 – rund 120 Jahre nach seinem Tod – in der »Prosopographia Heroum Atque Illustrium Virorum Totius Germaniae« (»Beschreibung der Lebensläufe von Helden und berühmten Männern ganz Deutschlands«) des Historikers Heinrich Pantaleon (1522–1595) veröffentlicht. Es zeigt Gutenberg mit dem später ikonisch gewordenen, für seine Lebenszeit jedoch nicht belegten Doppelbart und einem Pelzhut. 12)

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

Quellen / Literatur / Anmerkungen / Tipps:
Quellen / Literatur / Anmerkungen / Tipps:
1 Anmerkung: Allerdings konnte sich – im Gegensatz zu Gutenbergs Typografie – der Buchdruck mit beweglichen Lettern in der Goryeo-Zeit (918–1392) aufgrund der komplexen chinesischen Schrift mit über 100.000 Schriftzeichen und der machtpolitischen Verhältnisse nicht durchsetzen.
2 Anmerkung: Erstmals wurde Gutenberg in Venedig in der am 13. September 1483 datierten »Chronicon« des Eusebius Pamphili erwähnt. Der deutsche Prototypograf Erhard Ratdolt druckte dort eine von Johannes Lucilius Santritter lektorierte zweite Edition dieser Chronik, die Matthias Palmerius Pisanus gegenüber der Mailänder Erstausgabe bis zum Jahr 1481 aktualisiert hatte. Nota bene: Es ist dies die erste Inkunabel überhaupt, in der Johannes Gutenberg (daneben ist als Datierung 1440 vermerkt!) expressis verbis als Erfinder des Buchdrucks genannt wird. Der entsprechende Eintrag findet sich auf der Rückseite von Folio 3 unter der Jahreszahl 1457.
3 Anmerkung: Sämtliche auf Gutenberg bezogenen Gerichtsakten wurden um 1750 ausführlich in den »Vindiciae typograficae« des Straßburger Historiographen und Begründers der Akademien von Mannheim und Brüssel Johann Daniel Schöpflin (1694–1771) dokumentiert und publiziert; ein Werk, das bereits 1760 von Pierre Simon Fournier (1712–1768) kommentiert wurde.
4 Anmerkung: Enea Silvio Piccolomini, seit 1458 Papst Pius II., damals noch Sekretär und Rat Kaiser Friedrichs III., berichtet in einem Brief vom 12. März 1455 an den Kardinal Juan de Carvajal in Rom von einer Begegnung im Oktober 1454 in Frankfurt; er habe dort einen Mann getroffen, der ihm Lagen einer Bibel in sauberer und höchst korrekter Schrift vorgelegt habe. Diese Bibel sei in 158 oder 180 Exemplaren bereits fertiggestellt gewesen, doch sei die gesamte Auflage vergeben gewesen, sodass Piccolomini keinen vollständigen Bibeldruck habe erwerben können.
5 Anmerkung: Protokolliert im »Notariatsinstrument« des Ulrich Helmasperger vom 6. November 1455.
6 Museumsempfehlung: Gutenberg-Museum, Liebfrauenplatz 5, 55116 Mainz, https://www.mainz.de/microsite/gutenberg-museum/ (21.05.2026).
7 Bibliotheksempfehlung: Deutschlands umfangreichste Wiegendruck-Sammlung (16.785 Exemplare bei 9.573 Titeln) befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek, Ludwigstraße 16, 80539 München, https://www.bsb-muenchen.de (21.05.2026
8 Literaturempfehlung: Haebler, Konrad: Die Erfindung der Buchdruckerkunst und ihre Ausbreitung in den Ländern Europas, Gutenberg-Gesellschaft, Mainz 1930.
9 Literaturempfehlung: Haebler, Konrad: Handbuch der Inkunabelkunde. Neudruck, Stuttgart 1966.
10 Literaturempfehlung: Kapr, Albert: Gutenberg. Leipzig 1977.
11 Literaturempfehlung: Mazal, Otto: Paläotypie. Zur Schriftgeschichte des 15. Jahrhunderts. Hamburg 1981.
12 Weiterführende Informationen: Offizielle Website der Stadt Mainz zu Johannes Gutenberg online verfügbar unter https://www.gutenberg.de (21.05.2026).

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