Fleisch

Typografischer Terminus für den nichtdruckenden Außenraum eines Schriftzeichens, beispielsweise eines Buchstabens, einer Arabischen Ziffer oder eines Sonderzeichens, inklusive seiner Formmerkmale, z.B. Striche, Bögen, Tropfen oder Serifen; Buchstabenaußenraum. Das Pendant zum Fleisch eines Schriftbildes ist die Punze, der Binnenraum eines Schriftzeichens.

Die Bezugspunkte – also welcher nichtdruckender Außenraum zum Fleisch zählt – sind abhängig vom Satzverfahren. Bei physischen Drucktypen aus Metall (z.B. aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung), Holz (z.B. aus Birnenholz) oder Kunststoff (z.B. aus Kunstharz) weicht die Bemaßung produktionsbedingt von optisch erzeugten Schriftzeichen (Fotosatz) und digitalen Fonts ab. Die Gesamtfläche des Fleisches bei optisch erzeugten Schriften und Fonts ist per Definition geringer als bei physischen Drucktypen.

Das Fleisch bei pysischen Drucktypen

Im materiellen Schriftsatzes wird der gesamte nichterhabene Außenraum des Kopfes eines Schriftkegels als Fleisch bezeichnet, also alle nichterhabenen Flächen seitlich, ober- und unterhalb des erhabenen Schriftbildes eines Schriftkegels, unabhängig von Schulterhöhe, Konus, Vor- und Nachbreite. Bezugspunkte sind die äußersten Ränder des Schriftbildes und die beiden Seitenflächen, die Stirnseite und der Rücken des Kegelkopfes.

Schema eines physischen Schriftkegels aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung im normalen Breitenlauf.
Schema eines physischen Schriftkegels aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung im normalen Breitenlauf.
Am Kopf eines Schriftkegels befindet sich das spiegelverkehrt erhabene (druckende) »Schriftbild« sowie das nicht erhabene (nichtdruckende) Fleisch inklusive Konus, Schulterfläche, Vor- und Nachbreite.
Am Kopf eines Schriftkegels befindet sich das spiegelverkehrt erhabene (druckende) »Schriftbild« sowie das nicht erhabene (nichtdruckende) Fleisch inklusive Konus, Schulterfläche, Vor- und Nachbreite.
Bei physischen Drucktypen wird der gesamte nichterhabene Außenraum des Kopfes eines Schriftkegels als Fleisch bezeichnet, also alle nichterhabenen Flächen seitlich, ober- und unterhalb des erhabenen Schriftbildes eines Schriftkegels, unabhängig von Schulterhöhe, Konus, Vor- und Nachbreite. Bezugspunkte sind die äußersten Ränder des Schriftbildes und die beiden Seitenflächen, die Stirnseite und der Rücken des Kegelkopfes.
Bei physischen Drucktypen wird der gesamte nichterhabene Außenraum des Kopfes eines Schriftkegels als Fleisch bezeichnet, also alle nichterhabenen Flächen seitlich, ober- und unterhalb des erhabenen Schriftbildes eines Schriftkegels, unabhängig von Schulterhöhe, Konus, Vor- und Nachbreite. Bezugspunkte sind die äußersten Ränder des Schriftbildes und die beiden Seitenflächen, die Stirnseite und der Rücken des Kegelkopfes.

Das Fleisch bei digitalen Fonts

Bei digitalen Fonts wird der nichtdruckende Außenraum eines Schriftzeichens als Fleisch bezeichnet, also alle nichtdruckenden Flächen seitlich, ober- und unterhalb des Schriftbildes innerhalb einer koordinierten Fläche um das Zeichen. Bezugspunkte sind die äußersten Ränder des Schriftbildes und ein virtueller Bezugsrahmen, der alle Teile eines Schriftzeichens, inklusive seiner Formmerkmale, z.B. Striche, Bögen, Tropfen oder Serifen einschließt. 

Bei digitalen Fonts wird der nichtdruckende Außenraum eines Schriftzeichens als Fleisch bezeichnet, also alle nichtdruckenden Flächen seitlich, ober- und unterhalb des Schriftbildes innerhalb einer koordinierten Fläche um das Zeichen. Bezugsgrößen sind die äußersten Ränder des Schriftbildes und ein virtueller Bezugsrahmen, der alle Teile eines Schriftzeichens, inklusive seiner Formmerkmale, z.B. Striche, Bögen, Tropfen oder Serifen einschließt. 
Bei digitalen Fonts wird der nichtdruckende Außenraum eines Schriftzeichens als Fleisch bezeichnet, also alle nichtdruckenden Flächen seitlich, ober- und unterhalb des Schriftbildes innerhalb einer koordinierten Fläche um das Zeichen. Bezugsgrößen sind die äußersten Ränder des Schriftbildes und ein virtueller Bezugsrahmen, der alle Teile eines Schriftzeichens, inklusive seiner Formmerkmale, z.B. Striche, Bögen, Tropfen oder Serifen einschließt.
Die Vor- und Nachbreite eines Schriftzeichens grenzt bei digitalen Fonts direkt an das Fleisch bzw. an das Schriftbild, wird aber – im Gegensatz zu physischen Drucktypen – selbst nicht als Fleisch bezeichnet.
Die Vor- und Nachbreite eines Schriftzeichens grenzt bei digitalen Fonts direkt an das Fleisch bzw. an das Schriftbild, wird aber – im Gegensatz zu physischen Drucktypen – selbst nicht als Fleisch bezeichnet.

Die Vor- und Nachbreite eines Schriftzeichens grenzt bei digitalen Fonts direkt an das Fleisch bzw. Schriftbild, wird aber – im Gegensatz zu physischen Drucktypen – selbst nicht als Fleisch bezeichnet. Das Fleisch ober- und unterhalb eines Begrenzungsrahmens entfällt, da im DTP Desktop Publishing der Zeilenabstand über die Anwendersoftware, beispielsweise InDesign® von Adobe® oder QuarkXpress® von Quark®, flexibel geregelt wird.  

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de