Das Fachlexikon zur Typografie
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Ein Schlussstück ist ein Alinea (Schmuckzeichen), das eine Textpassage oder ein Kapitel eines Buches grafisch abschließt.
Beschnittzeichen sind feine horizontale und vertikale Markierungslinien, die den Endbeschnitt eines Druckprodukts kennzeichnen, beispielsweise einer Visitenkarte, eines Plakats oder einer Buchseite auf einem Druckbogen. Sie dienen als Schneidhilfen für den exakten Zuschnitt mittels Messer, Schere oder Schneideanlagen.
In der Typografie bezeichnet der Begriff Schriftklon eine 1:1-Kopie einer Schrift. Kurzform: Klon. In der Regel wird – unabhängig von der Font-Technologie – eine digitale Kopie eines Computer Fonts als Schriftklon bezeichnet.
Eine kritische Anmerkung von Wolfgang Beinert zum Thema Urheberrecht für Schriften und dem Mythos Schriftsoftware.
Ein Schriftremake ist die Nachbildung einer bereits existierenden, aber nicht mehr am Markt verfügbaren Druck- oder Bildschirmschrift, die sich mehr oder weniger streng am Original orientiert, jedoch nicht vom ursprünglichen Schriftgestalter:in stammt. Kurzform: Remake. Auch als Nachschnitt oder Neuinterpretation bezeichnet.
In der Typografie beschreibt eine Schriftreplik die erneute Gestaltung einer bereits existierenden Druck- oder Bildschirmschrift (Screen Font) durch den ursprünglichen Schriftgestalter:in (Type Designer). Kurzform: Replik.
Kalligraphie ist die Kunst des Schönschreibens. Sie prägte unsere rund 7.500jährige Schriftgeschichte. Die Mehrheit aller westeuropäischen Druckschriften bzw. Screen-Schriften basiert auf einer kalligraphischen Formgebung; Kalligrafie.
Nebenschriftgruppe der Renaissance-Antiqua, die zu den Antiqua-Schriften zählt. Serifenschrift, die sich aus den Litterae Venetae bzw. humanistischen Buchschriften der Renaissance entwickelt hat; Geralde; Garamondschriften; Französische Mediaeval (Mediäval).
Nebenschriftgruppe der Renaissance-Antiqua, die zu den Antiqua-Schriften zählt. Serifenschrift, die sich aus den humanistischen Buchschriften der Renaissance entwickelt hat; Litterae Venetae; Humanist.
Schriftuntergruppe; Schriftart, die zur Schriftgattung der Antiqua-Schriften gehört; Renaissance-Antiquas werden in die Schriftnebengruppen Venezianische- und Französische Renaissance-Antiqua unterteilt.






![Kalligraphie um 1538, mutmaßlich vom Nürnberger Kalligraphen und Mathematiker Johann Neudörf(f)er (1497–1563). Schriftprobenvergleich mit Neudörffers »Ein gute Ordnung, vnd kurtze vnterricht, der fürnemsten grunde aus denen die Jungen, Zierlichs schreybens begirlich, mit besonderer kunst vnd behendigkeyt vnterricht vnd geübt möge[n] werden«. Quelle: Bayerische Staatsbibliothek, München.](https://www.typolexikon.de/wp-content/uploads/2016/07/kalligraphie.jpg)



