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Das Fachlexikon zur Typografie



Auswahl

Die primären Klassifikationsmerkmale einer Venezianischen Renaissance-Antiqua sind die schrägen Dachansätze der Minuskeln, die grundsätzlich über die H-Linie zur k-Linie gehen, runde bis konische Serifenübergänge, leicht bis stark gekehlte Serifenunterkanten, eine schräge Achse der Minuskel »e« und eine optische Achse, die bei den Rundformen leicht bis stark nach links geneigt ist sowie ein geringer Strichstärkenkontrast. Beispiel gesetzt aus der »Stempel Schneidler« (1939) von Friedrich Hermann Ernst Schneidler.
Venezianische Renaissance-Antiqua

Nebenschriftgruppe der Renaissance-Antiqua, die zu den Antiqua-Schriften zählt. Serifenschrift, die sich aus den humanistischen Buchschriften der Renaissance entwickelt hat; Litterae Venetae; Humanist.

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Renaissance-Antiquas werden in Venezianische und Französische Renaissance-Antiquas unterschieden. Eine Französische Renaissance-Antiqua wirkt stabiler, ruhiger und gleichmäßiger als ihre venezianische Vorlage; die Kehlungen ihrer Serifen und die der Dachansätze sind wendiger gerundet, der Innenbalken beim »e« ist bereits waagerecht. Beispiel gesetzt in der Stempel Schneidler Roman (Adobe) von F. H. Ernst Schneidler und der Garamond Premier Pro Regular (Adobe) von Robert Slimbach.
Renaissance-Antiqua

Schriftuntergruppe; Schriftart, die zur Schriftgattung der Antiqua-Schriften gehört; Renaissance-Antiquas werden in die Schriftnebengruppen Venezianische- und Französische Renaissance-Antiqua unterteilt.

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Das deutsche Alphabet umfasst 26 Majuskeln im Zweiliniensystem, von der Schriftlinie (Grundlinie) bis zur H-Linie. Die Majuskeln J und Q besitzen unterhalb der Grundlinie mehr oder weniger deutliche Ausschweifungen (Überhänge). Der Schriftgrad eines reinen Majuskelalphabets wird anhand der Majuskelhöhe (H-Linie) bestimmt. Beispiel gesetzt in einer Vorklassizistischen Antiqua.
Majuskelhöhe

Die Majuskelhöhe ist die Höhe eines Großbuchstabens von der Schriftlinie zur H-Linie; gemessene Höhe eines Großbuchstabens; eng. Cap Height.

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Ein Elefantenrüssel ist ein verzierter Aufschwung an einer Frakturmajuskel. Großbuchstabe B gesetzt aus der Wittenberger Fraktur von Linotype. Infografik: www.typolexikon.de
Elefantenrüssel

Der Elefantenrüssel ist ein typografisches Ornament, das in Frakturschriften und Gebrochenen Schriften vorkommt.

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Beispiel von einfachen Druckmarken, die DTP Publishing Software, hier von InDesign® von Adobe®, automatisch generieren kann. Meist reichen diese für das professionelle Ausschießen mehrseitiger Druckformen für die Bogenmontage nicht aus. Deshalb verwenden Druckereien oft ihre eigenen Druckmarken, z.B. optimierte Farbkontrollstreifen oder komplexe Strich- oder QR-Codes. Infografik: www.typolexikon.de
Druckmarken

Druckmarken kennzeichnen Druckdaten, Druckformen und Proofs. Sie gewährleisten die präzise Ausführung von Layout, Passer und Farbkontrolle. Wichtige Normen umfassen den MedienStandard Druck und ISO 12647-2.

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In der Typografie ist eine Vignette ein einzelnes Schmuckzeichen, dessen kalligrafische Formgebung ursprünglich an eine »Weinrebe« erinnerte. Vignetten, im deutschsprachigen Raum auch als »Rebranken« bezeichnet, werden in der Buchtypografie und im Grafikdesign zur Text- oder Raumgliederung – meist als Schlußstück – verwendet. Beispiel gesetzt aus der Linotype Decoration P1 von Linotype. Infografik: www.typolexikon.de
Vignette

Einzelnes, bildhaftes oder abstraktes Buchschmuckzeichen; solitäres Alinea; Einzelornament. In der Typografie auch als »Rebranke« bezeichnet.

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Beschnittzeichen und Anschnittmarken sind Markierungen in Form von feinen horizontalen und vertikalen Haarlinien, die den Beschnitt und den Anschnitt (Beschnittzugabe) einer Drucksache auf einem Druckbogen kennzeichnen. Sie dienen dem Zuschnitt von Druckerzeugnissen mit dem Messer, der Schere oder durch Schneideanlagen. Infografik: www.typolexikon.de
Beschnitt

Der Beschnitt einer Drucksache bezeichnet den Bereich außerhalb des definierten Seitenformats, der nach dem Druck abgeschnitten wird, um präzise Kanten zu gewährleisten und Blitzer zu vermeiden.

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Einfache Linienbilder in unterschiedlichen Designs, Linienstärken und Linienlängen können in der Regel mit einer Desktop Publishing Software, z.B. mit InDesign® von Adobe® oder QuarkXpress® von Quark®, generiert werden. Zier- und Schmucklinien in komplexeren Designs und Ausführungen sind allerdings nur mit speziellen OpenType Fonts oder in Form von separat angelegten Illustrationen möglich.  
Linien

In der Typografie wird der Begriff »Linie« in unterschiedlichen Bedeutungen verwendet. Primär wird im Schriftsatz und in der Typometrie darunter eine gerade oder gekrümmte Verbindung zwischen zwei Punkten verstanden. Darüber hinaus werden im Schriftsatz auch illustrative Zier- und Schmucklinien zu den Linien gezählt, die auf den ersten Blick wenig mit einer geometrischen Linie gemein haben.

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Alineas sind Schmuckzeichen, Zierstücke, Vignetten oder Schlusslinien zur Text- oder Raumgliederung. Beispiel gesetzt aus der Linotype Decoration P1 von Linotype. Infografik: www.typolexikon.de
Alinea

Typografische Bezeichnung für Schmuckzeichen, Zierstücke, Schlußstücke und Schlusslinien zur Textabtrennung.

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Sechs Minuskeln (b, d, f, h, k und l) unseres Alphabets verfügen über vollständige und zwei (i und t) über nicht ganz vollständige Oberlängen, die durch die x-Linie und die H-Linie, bzw. bei Renaissance-Antiquas durch die k-Linie, begrenzt werden.
Gemeine

Typografischer Terminus für die Kleinbuchstaben eines Alphabets; Gemeine Buchstaben; Umgangssprachliche Bezeichnung für Minuskeln.

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Offizielle Gestaltungsvorlage des €-Zeichens der Europäischen Union. Download online verfügbar unter https://european-union.europa.eu/institutions-law-budget/euro/design_de (30.6.2023).
Eurozeichen

Das €-Zeichen (Eurozeichen) ist das Währungssymbol für den Euro. Es ist an das gr. Epsilon angelehnt, das auf die Wiege Europas verweist.

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Initialen der 42-zeiligen Gutenberg-Bibel, gedruckt in Mainz um 1455. Quelle: Faksimile der New York Public Library, 2009.
Inkunabel

Inkunabeln sind Druckwerke mit beweglichen Lettern aus den ersten fünfzig Jahren des Buchdrucks, aus der Zeit von Johannes Gutenbergs frühesten Straßburger Experimenten um 1438 bis zum 31. Dezember 1500; Wiegendrucke; Wiegenkinder.

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Typografie für Print, Web und Publishing

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Berlin

Berlin-Mitte, Friedrichstraße

Mittwoch, 16. September 2026


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