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Das Fachlexikon zur Typografie



Auswahl

Um beispielsweise mit einem mageren, breitmageren, schmalfetten, halbfetten und fetten Schriftschnitt einer Schriftfamilie arbeiten zu können, benötigt man gegenwärtig noch fünf separate OpenType Fonts (*.otf oder *.ttf), also fünf unterschiedliche Schriftdateien (Font Files). Mit der neuen Schrifttechnologie »OpenType Variable Fonts« wäre es nur noch ein einziges Font File, also eine einzige Schriftdatei, die all diese (und mehr) Schriftvarianten durch einen Algorithmus – in diesem Beispiel durch benutzerdefinierte Variationsachsen für die Strichstärken und Zeichenbreiten – interpolieren und generieren kann. Quelle: Microsoft® Corp.
Variable Fonts

Variable Fonts sind linear interpolierbare OpenType Fonts, die auf Initiative der US-amerikanischer IT-Unternehmen Apple® Inc., Adobe® Systems Inc., Google® LLC und Microsoft® Corp. für Betriebssysteme (OS Operating Systems) und Anwendungssoftware (Application Software) nutzbar gemacht werden sollen. Auch als »OpenType Variable Fonts«, »Variable Schriftarten« oder »Variable Schriften« bezeichnet.

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Die OpenType-Fonttechnologie ist ein offener Standard von Adobe® und Microsoft®. OpenType Fonts sind in der Regel plattformunabhängig und mit fast jeder handelsüblichen Desktop Computer Software kompatibel. OpenType Fonts gibt in zwei unterschiedlichen Varianten: Als Screen Fonts (*ttf) und als Druckschriften (*otf). Infografik: www.typolexikon.de
Fonts – Tipps und Bezugsquellen

Tipps und Informationen für den Download von Schriften (Computer Fonts) aus dem Internet. Aktuelle Links, Kosten, Lizenzen und Gefahren beim Download.

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Die indo-arabische Zahl 2015 in Form römischer Zählzeichen. MMXV (2015) setzt sich wie folgt zusammen: M (1000) + M (1000) + X (10) + V (5). Beispiel gesetzt in der Zierschrift »Sofia Rough Black Three« von Olivier Gourvat aus dem Jahre 2015. Quelle: www.typolexikon.de
Römische Zahlen

Definition, Historie, Regeln und Umrechnung. Mit Römischen Zahlen können alle Zahlen mit den Majuskeln I, V, X, L, C, D und M dargestellt werden.

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Schriftverwaltung auf Betriebssystemebene (OS) eines PCs nach der Matrix Beinert. Die Hauptgruppen 1 bis 9 bilden jeweils einen Ordner. In jedem Ordner befinden sich – je nach Umfang – weitere Unter- und Nebenordner mit den Namen der Unter- und Nebengruppen bzw. dann schlussendlich das zugeordnete Font-File. Dieses Schema kann auch auf Font-Management-Software übertragen werden.
Schriftklassifikation Matrix Beinert

Schriftklassifikationsmodell für das Electronic und Desktop Publishing (DTP), welches 2001 vom deutschen Typografen Wolfgang Beinert erarbeitet und zuletzt im Dezember 2025 aktualisiert wurde. Das Schema ordnet Druckschriften, Screen Fonts und Bildzeichen in neun Hauptgruppen.

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In der Chemie wird die Abkürzung »H₂O« verwendet, um Wasser zu repräsentieren, wobei die Ziffer 2 tiefgestellt wird. Hier im Beispiel der OpenType Font »PT Sans«, der über die tiefgestellten Ziffern 1, 2, 3 und 4 verfügt, welche über die Glyphentastatur ausgewählt werden können. Die Positionen im Schriftliniensystem, die Schriftgrade und die Strichstärken von Tiefstellungen unterscheiden sich von Schrift zu Schrift erheblich.
Grundlinienversatz

Grundlinienversatz bezeichnet die vertikale Verschiebung einzelner Buchstaben, Indo-Arabischer Ziffern, Zeichen oder Textpassagen oberhalb oder unterhalb relativ zur Grundlinie.

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Werbeanzeige der für die Buch- und Akzidenzschrift »Kleukens Antiqua« der Bauerschen Gießerei, Frankfurt am Main. Quelle: »Der Zwiebelfisch, Eine kleine Zeitschrift für Geschmack in Büchern und anderen Dingen«, Hyperion-Verlag Hans von Weber, München 1911.
Akzidenzschrift

Eine Akzidenzschrift ist eine Druckschrift aus Metall, Holz oder Kunststoff, die für wirkungsvoll gestaltete Akzidenzen bestimmt war und heute in Form eines OTF-Fonts als Zierschrift, Titelsatzschrift, Display-Schrift oder Designer-Font bezeichnet wird.

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Handschriftsetzer in einer größeren Offizin, vermutlich Mitte des 20. Jahrhunderts in London oder Leipzig. Fotograf und Aufnahmeort unbekannt.
Akzidenzschriftsetzer

Ein Akzidenzschriftsetzer ist ein besonders geschulter Handschriftsetzer, der im Akzidenzsatz einer Buch- oder Zeitungsdruckerei arbeitete.

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Neben Geschäfts- oder Privatdrucksachen zählen auch wirkungsvoll gestaltete Teile eines Buches oder Zeitung zu den Akzidenzen, beispielsweise Zeitungsköpfe oder der Frontispiz und Haupttitel eines Buches. Abbildung: Der Zeitungskopf (Titelkopf) des US-amerikanisches Nachrichtenmagazin »Harper’s Weekly« aus dem Jahre 1857 wurde im Akzidenzsatz hergestellt, die Copy im Werksatz. Quelle: Harper & Brothers, New York City.
Akzidenzsatz

Bezeichnung für den Handschriftsatz einer Akzidenzschriftsetzerei, der auf die Gestaltung und Herstellung von Druckvorlagen für Akzidenzen – also wirkungsvoll gestaltete Drucke wie Zeitungsköpfe, Plakate, Werbeanzeigen oder Geschäfts- und Privatdrucksachen – spezialisiert war.

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Beispiel eines simplen Mock-ups: Ein in einem Bildbearbeitungsprogramm freigestellter iMac® von Apple® (links), der mit einem Screenshot des Footers des Typolexikons gefüllt wurde (rechts). Derartige Mock-ups werden von den Herstellern häufig im Rahmen ihrer PR kostenfrei zum Download bereitgestellt.
Mock-up

Ein »Mock-up« ist eine visuelle, statische und realistische Darstellung eines Produkts, einer Website, App oder eines Designs. Es simuliert den visuellen Entwurf auf einem Ausgabemedium (z.B. Monitor) oder Trägermaterial (z.B. Papier), ist jedoch weder real noch interaktiv.

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Sehr deutlich erkennt man an diesem Beispiel den Unterschied zwischen der generierten Schriftstärke (»Falsche Fette«, Zeile 2) und dem Originalschnitt (»Echte Fette«, Zeile 3) der Amerikanischen Grotesk »Trade Gothic« des US-amerikanischen Buchgestalters und Schriftentwerfers Jackson Burke (1908–1975). Ausgehend vom normalen Schriftschnitt (Zeile 1) wurde mit dem Button »bold« der fette Schriftschnitt (Zeile 2) am PC generiert. Allerdings hat dieser herzlich wenig mit dem originalen fetten Schnitt (Zeile 3), geschweige denn mit der typischen Letternarchitektur einer fetten Trade Gothic zu tun.
Gewicht

In der Typografie ist »Gewicht« eine Abkürzung für Schriftgewicht. Er bezeichnet die Schriftstärke einer Schrift bzw. eines Fonts. Eng. »Font Weight« (Schriftgewicht); CSS-Eigenschaft »font-weight«.

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Asymmetrische Plakatgestaltung des Typografen Joost Schmidt (1893–1948) für eine Ausstellung des Bauhauses in Weimar, Akzidenzauflage mit nachträglicher Korrektur, 1923. Quelle des Bildzitats: Sammlung Wolfgang Beinert.
Asymmetrie

In der Typografie bezeichnet Asymmetrie die ungeordnete, nicht spiegelbildlich oder ungleich wirkende Anordnung von Zeichen, Zeilen, Absätzen und Kolumnen innerhalb eines Layouts sowie das bewusste Brechen einer gleichmäßigen Balance in der Typometrie eines Schriftzeichens beziehungsweise Buchstabens.

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Bereits der Prototypograf Erhard Ratdolt (1447–1527/1528) übernahm das Hederablatt (Aldusblatt) aus der Kalligraphie. Hier im »Romanae vetustatis fragmenta in Augusta Vindelicorum et eius dioecesi« des Konrad Peutinger, gedruckt 1505 in Augsburg. Quelle: Inkunabelsammlung der Bayerischen Staatsbibliothek, München.
Symmetrie

Symmetrie ist in der Typografie die geordnete, meist spiegelbildlich oder ausgewogen wirkende Anordnung von Zeichen, Zeilen, Absätzen und Kolumnen innerhalb eines Layouts sowie die gleichmäßige Ausgewogenheit der Typometrie eines Schriftzeichens bzw. Buchstabens.

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